Eishockey

Die Eisbären halten Schwenningen glanzlos in Schach

Das Berliner Eishockeyteam setzte sich klar mit 4:0 durch. Am Sonntag beim Tabellenführer München wird es für die Eisbären aber um einiges schwieriger.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Die erfreuliche Seite des Abends lag vor allem darin, dass die Serie hielt. Schon sieben Heimspiele in Folge gewann der EHC Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Zugleich bedeutete das 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) gegen die Schwenninger Wild Wings vor 12.660 Zuschauern, dass der neue Trainer Uwe Krupp in der O2 World ungeschlagen bleibt. Ansonsten aber war es kein berauschendes Spiel, lange passten sich die Berliner dem limitierten Gegner an, hatten jedoch keine Mühe, in den entscheidenden Momenten die Akzente zu setzen.

Es sah ein bisschen danach aus, als hätten die Spieler die Worte des Trainers nicht ganz so ernst genommen. Krupp gab nämlich den Mahner bezüglich der Schwarzwälder. Die seien immer in der Lage, einer guten Mannschaft ein Bein zu stellen. Als bedurfte es für diese These eines Beweises, drehten die Schwenninger ordentlich auf. Mit viel Elan starteten sie in die Partie, waren lauffreudig wie kaum ein Gegner bisher in Berlin und sorgten bei den Eisbären damit offenbar für eine Überraschung. Viel Strukturiertes jedenfalls brachten die lange nicht zustande gegen den Außenseiter.

Zwei Berliner Treffer innerhalb von einer Minute

Doch wie es so ist, wenn das Bemühen zwar ehrenvoll ist, das Talent dem aber nicht immer folgen kann: Der Vorletzte der Tabelle wirbelte, dies allerdings ohne effektiv zu sein, die Gäste rannten eher blind an. In dieser Hinsicht konnten die Eisbären in jüngster Zeit dazulernen. Sie wirbeln kalkulierter, setzen ihre Kraft gezielter ein als noch vor ein paar Monaten. Was dazu führte, dass sie nicht sonderlich viel vom Spiel hatten im ersten Drittel, es aber trotzdem mit 2:0 für sich entschieden. Sven Ziegler zog einfach mal ab, und Mark Bell lenkte den Schuss ins Tor (17.). Nur 46 Sekunden später traf Florian Busch in Überzahl erneut (18.).

Eisbären-Verteidiger Frank Hördler schien die Spielweise nicht unbedingt zu gefallen, er ging zu Beginn des zweiten Abschnitts ganz ungewohnt gleich zum dritten Mal auf die Strafbank. Das personelle Defizit machte sich ohnehin nicht groß bemerkbar gegen die Wild Wings. Ihr größeres Potenzial setzten die Berliner jedoch nur punktuell ein, sie machten meistens in dem Hin und Her lieber einfach mit. Verteidiger Jens Baxmann streute mit einem platzierten Schuss dabei das 3:0 ein (31.). Kapitän Andre Rankel sorgte noch für das 4:0 (50.) der Berliner, auf die am Sonntag bei Tabellenführer Mannheim eine deutlich schwierigere Aufgabe wartet.