Nach ihrem versöhnlichen Abschied aus dem alten Jahr streben die Eisbären Berlin 2015 auch einen erfolgreichen Auftakt an. Am Freitag (19.30 Uhr) wartet bei den Krefeld Pinguinen die nächste Herausforderung auf den Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga, der sich nach seinem miserablen Saisonstart im Aufschwung befindet. „Es ist ein Momentum da in der Mannschaft. Die eine oder andere Schwäche müssen wir noch abstellen“, erklärte Antti Miettinen.

Training statt Katerfrühstück

Acht Siege aus den vergangenen neun Spielen katapultierten die Eisbären auf Tabellenrang fünf, nur einen Punkt hinken sie noch hinter dem viertplatzierten Titelverteidiger ERC Ingolstadt hinterher. Unter dem neuen Trainer Uwe Krupp gewann das Team fünf von sechs Partien.

Um sich auf die Partie beim Tabellenelften Krefeld vorzubereiten, stand auch am Neujahrstag Training für die Berliner Eishockey-Profis auf dem Programm. Silvester konnten die Spieler regenerieren. „Wir haben nun mal einen Job, bei dem wir an Tagen arbeiten, wenn andere Leute frei haben“, sagte Krupp. Der frühere Bundestrainer erwartet für das erste Spiel des Jahres eine umkämpfte Partie: „Krefeld ist eine hungrige Mannschaft mit offensiver Kreativität“, sagte der 49-Jährige. Für Eisbären-Stürmer Marcel Noebels, der in Krefeld groß geworden ist, ist es ein besonderer Auftritt: „Ich will meinen ersten Sieg in Krefeld, dazu brauchen wir eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Matthew Foy fällt wegen einer Rippenprellung aus

Auf Matthew Foy müssen die Eisbären am Freitag verzichten. Der Stürmer leidet noch unter einer Rippenprellung, die einen Einsatz im ersten Spiel des neuen Jahres nicht zulässt. Mit Mark Bell, der zuletzt zwei Spiele wegen einer Sperre aussetzen musste, kann der DEL-Rekord-Meister dagegen wieder planen.

Zum Jahresausklang hatten die Eisbären am Dienstag Moral bewiesen. Nach einem 0:2 erkämpften sie sich gegen Meister Ingolstadt noch ein 3:2 nach Verlängerung. „Dass wir uns in die Partie zurückgekämpft haben, zeigt das Potenzial und den großartigen Charakter, der in dieser Mannschaft steckt“, erklärte Siegtorschütze Miettinen.

dpa