DEL

Eisbären empfangen Freezers mit Finnen-Star Miettinen

Mit dem gerade erst verpflichteten Angreifer im Kader treffen die Berliner daheim auf die Hamburg Freezers. Bislang konnte der frühere NHL-Profi seinen neuen Arbeitgeber von sich überzeugen.

Foto: ALBERT PENA / pa /

Vergangene Saison wollten die Hamburg Freezers angreifen, galten als einer der Favoriten auf den Meistertitel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Im Halbfinale scheiterten die Hanseaten dann am späteren Meister ERC Ingolstadt. Jetzt trauen viele den Freezers den nächsten Anlauf zu, auch Jeff Tomlinson. „Hamburg ist gefährlich, egal mit welchem Team, sie haben genug Qualität“, sagt der Trainer des EHC Eisbären vor dem Duell am Freitag in Berlin (19.30 Uhr, O2 World). Zeigen konnten die verletzungsgeplagten Freezers das aber noch nicht. In allen vier Spielen in der Champions Hockey League und den beiden DEL-Partien zum Auftakt blieben sie sieglos.

Besser sieht es da beim EHC aus, der wie die Hamburger im Besitz der Anschutz Entertainment Group ist. Die Berliner sind zwar noch nicht da, wo sie hin wollen, aber immerhin zunächst wieder von dem Bruderklub, der in der Vorsaison erst zum zweiten Mal seit seiner Gründung 2002 vor dem EHC landete. Unter anderem um diesen Status zu stabilisieren, haben die Berliner aufgerüstet. Gegen die Freezers wird Antti Miettinen sein Debüt geben, der Stürmer mit der Erfahrung von 563 Spielen in der NHL. Am Montag war der Finne verpflichtet worden, mit dem schnellen Sprung ins Team hat er kein Problem. „Ich habe bei HBK in Hämeenlinna mittrainiert, so wie immer, bevor ich sonst nach Nordamerika gereist bin“, sagt der 34-Jährige, der aus Hämeenlinna stammt.

Gute Fitness, starkes Spielverständnis

Von seiner Fitness konnte sich der Trainerstab schnell überzeugen. „Er hat den harten Dienstag gut überstanden“, sagt Tomlinson. Auch sonst hatte er seine Freude mit dem Neuerwerb. „Er ist sehr intelligent und kann jede Position im Sturm spielen“, so der Trainer. Zunächst wird er als Mittelstürmer zwischen Matt Foy und Petr Pohl aufgestellt, dort habe sich sofort eine Chemie ergeben.

Auch die Kollegen freuen sich über den Zugang, der jeweils bei WM und Olympia Silber und Bronze gewann. „Der hat alles gesehen und alles gespielt, er kann die Mannschaft mitnehmen“, erzählt Verteidiger Constantin Braun, der Miettinen als ruhigen Typen kennengelernt hat, als einen, der immer cool bleibt. Auch auf dem Eis. „Er liest das Spiel“, so Tomlinson, „dabei sieht es so aus, als würde in seinem Kopf das Spiel langsamer ablaufen als bei anderen.“ Bisher gab es im Training noch keine Situation, mit der er nichts anfangen konnte. Miettinen hatte immer eine Antwort. Vielleicht auch auf Hamburg.