Der Start verlief nicht berauschend. Drei der vier deutschen Klubs, die die erste Hälfte des ersten Spieltages der neuen Champions Hockey League (CHL) eröffneten, verloren ihre Partien teilweise böse. Besser wurde es auch tags darauf bei der Komplettierung der ersten Gruppenpartien nicht, die beiden restlichen deutschen Vereine verloren ebenso. Dabei musste der EHC Eisbären ein 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen den tschechischen Meister PSG Zlin hinnehmen.
Jeff Tomlinson, der Trainer des Berliner Eishockeyteams, konnte das Spiel nur in der Fernsehübertragung verfolgen. Wegen anhaltender Magenprobleme fehlte der Coach auf der Bank der Eisbären. Seinen Posten nahm Stefan Ustorf ein, der als neuer Sportdirektor des EHC gleich das erste Pflichtspiel in einer Rolle erleben durfte, die er so nicht geplant hatte. Denn auf der Bank wollte er eigentlich nicht sein.
Vor 6200 Zuschauern in der O2 World liefen die Berliner lange einem Rückstand hinterher. Schwierigkeiten mit dem Tempo und eine nach dem Sommer noch ungelenke Spielweise der Eisbären machten es den Tschechen leicht, nach dem Ausgleich durch Mark Bell in Überzahl (8.) sofort wieder in Führung zu gehen und diese auf 3:1 auszubauen.
Doch was mit Esprit und technischer Finesse noch nicht zu machen war, erledigten die Berliner mit Kampf und Einsatz. Laurin Braun (39.) und Travis Mulock (43.) glichen erneut aus. Trotz einer weiteren großen Chance von Barry Tallackson in der Verlängerung musste das Penaltyschießen entscheiden, in dem Bedrich Kohler den Siegtreffer erzielte.
Nach dem Sieg von Djurgarden Stockholm gegen den HC Fribourg-Gotteron (5:4 n.V.) treffen Berliner nun im Duell der Unterlegenen auf Fribourg. Gleich am heutigen Sonnabend reist der EHC in die Schweiz (19.45 Uhr, Laola1.tv). Für Tomlinsons Vertreter Ustorf wird es wohl die nächste Partie als Chef an der Bande.
ste

