Eishockey

Der Eisbären-Manager will den Meistertitel

Der Titelverteidiger aus Berlin kann im zweiten Pre-Play-off-Spiel den Einzug ins Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft klar machen. Ein Selbstläufer ist das aber keineswegs.

Foto: imago sportfotodienst / imago/Contrast

Was soll jetzt noch passieren? Die Eisbären haben den ERC Ingolstadt im ersten Pre-Play-off-Spiel zum fünften Mal in dieser Saison geschlagen und ihren Lauf auf sieben Siege in Folge ausgebaut. Vom Papier her ist also alles klar vor dem zweiten Spiel der Best-of-three-Serie am Mittwoch in Bayern (19.30 Uhr, Servus TV/Konferenz), mit dem das Team von Jeff Tomlinson den Einzug ins Viertelfinale klar machen kann.

Zu bedenken bleibt aber, dass der Heimsieg in Spiel eins mit 1:0 knapper nicht ausfallen konnte. Und es gab ja auch Momente, in denen die Partei eine andere Richtung hätte nehmen, beispielsweise, als Ingolstadts Thomas Greilinger beim Stand von 0:0 mit einem sehenswerten Schuss die Latte (20.) traf. Den Unterschied machte wie mit seinem Hattrick 72 Stunden zuvor André Rankel, Der Eisbären-Kapitän führte die Berliner mit seinem erlösenden Treffer erneut zum Sieg und ist jetzt entschlossen, das Viertelfinale gleich am Mittwoch klar zu machen.

„Das Spiel wird sicherlich noch einmal härter werden“, prophezeit Rankel. „In einer so kurzen Serie kannst du dir keine Auszeit erlauben, aber wenn wir tun, wozu wir in der Lage sind, sind wir in einer sehr guten Position.“ Was für ihn selbst gegen Ingolstadt ganz besonders zuzutreffen scheint. Ingolstadts Trainer Niklas Sundblad nennt Rankel auch als Ersten, wenn er auf die geballte Play-off-Erfahrung der Eisbären blickt. Er sei schließlich der Kapitän des Klubs, der sieben Meisterschaften in neun Jahren gewann und in dem man sich nur ungern mit weniger zufrieden gibt.

Nur Gold zählt

Die Einstellung aller sei wie die der Kanadier bei Olympia, sagt Peter John Lee. „Gold ist das einzige Ziel. Wenn du das nicht erreichst, bist du enttäuscht. Unser Ziel muss immer die Meisterschaft sein“, erklärt der EHC-Manager. „Ich glaube, wenn wir keine Meisterschaft gewinnen, müssen wir enttäuscht sein. Wenn wir im Pre-Play-off ausscheiden, im Viertelfinale, im Halbfinale oder sogar im Finale, ist das immer eine Enttäuschung.“

Die grundsätzlichen Ansprüche spielen in den Köpfen der Spieler derzeit keine Rolle. Rankel weigert sich beharrlich, über irgendetwas zu sprechen, was über den Mittwoch hinaus geht. Danach wird mit ihm wohl vielleicht wieder über seine Tore zu reden sein.