Eishockey

Eisbären wollen mit gutem Gefühl in die Länderspielpause

Die Partie in Iserlohn war ein Schritt in die richtige Richtung. Den müssen die Berliner mit dem Spiel gegen Schlusslicht Düsseldorf bestätigen. Verteidiger Hördler droht derweil das Saisonende.

Foto: Bernd Von Jutrczenka / dpa

Plötzlich sieht alles wieder machbar aus. Nur noch zwei und vier Punkte beträgt der Rückstand auf die nächsten Plätze. Zeit, diesen zu verringern und auch in einen Vorsprung umzuwandeln, wäre genug. Die Aussicht für den EHC Eisbären, doch noch als Zehnter in das Pre-Play-off der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zu rutschen, ist wieder realistischer geworden.

Grund dafür ist das 3:0 beim direkten Konkurrenten in Iserlohn. Zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison blieb der EHC dabei ohne Gegentreffer. Die Rückkehr von Torhüter Rob Zepp, der gut sechs Wochen mit einem Rippenbruch pausierte, erzielte also genau die erhoffte Wirkung. Ebenso zahlte sich die Genesung der Stürmer André Rankel, Julian Talbot und Barry Tallackson aus. „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die vier gute Spieler mehr hatte als vorher“, sagt Trainer Jeff Tomlinson. Das habe sein Team inspiriert und fokussiert zugleich spielen lassen.

Schwächephasen, die zuvor noch in jeder Partie aufgetreten waren, unterliefen in Iserlohn nicht mehr. Die Berliner hatten ihre Nerven im Griff, behielten die Ruhe auf den Eis und konnten damit gegen einen Gegner, der zuvor von elf Partien zehn gewonnen hatte, mehr als nur in Schach halten.

Ab und zu gelang das der Mannschaft auch schon vorher, allerdings konnte sie eine solche Präsentation nie so lange durchhalten, wie es notwendig gewesen wäre. Der Rückschlag folgte gewiss. Soll der neue Realismus bezüglich der Play-off-Qualifikation nicht gleich wieder verfliegen, muss der nächste Schritt nun folgen. „Es geht jetzt darum nachzulegen“, so der Trainer vor der Partie am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG (14.30 Uhr, O2 World).

In drei Versuchen gegen die DEG gelang kein Sieg

Vor allem das Gefühl, mit dem die Mannschaft in die anschließende Länderspielpause gehen würde, dürfte durch die Partie stark beeinflusst werden. Und das Befinden in der Pause würde wohl das Selbstverständnis der Berliner im Endspurt der Hauptrunde bestimmen. Das Spiel gegen den Tabellenletzten birgt jedoch große Gefahren. In bisher drei Anläufen gelang den Eisbären kein Sieg. „Iserlohn wollte mit uns Eishockey spielen, Düsseldorf will das nicht. Das ist okay, aber wir müssen unsere Philosophie trotzdem endlich durchsetzen“, sagt Jeff Tomlinson.

Einen kleinen Rückschlag musste der EHC allerdings schon wieder hinnehmen. In Iserlohn schied Verteidiger Frank Hördler mit einem Innenbandteilabriss im Knie aus und wird vorerst fehlen. Die Verletzung könnte das Saisonende für den Abwehrspieler bedeuten.