Eishockey

Bell schießt die Eisbären zum Sieg über Augsburg

Die Eisbären Berlin haben in der Deutschen Eishockey Liga ihren siebten Heimsieg in Serie verbucht. Doch der Titelverteidiger hatte beim 2:1 gegen Augsburg mehr Mühe als erwartet.

Vielleicht lag es am Wetter. Der November verabschiedet sich gerade nasskalt und sehr windig, da geht niemand gern raus. Selbst dass der EHC Eisbären zu Hause sehr ordentlich auftrat in den vergangenen Wochen mit sechs Heimsiegen in Folge, lockte die Zuschauer nicht in Massen in die O2 World.

Nur 10.800 kamen am Freitag, um dem siebten Erfolg in Serie beizuwohnen. Minusrekord für die Berliner in der Großarena in einem Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Vielleicht lag das aber auch am Gegner, die Augsburger Panther sind nicht der attraktivste Kontrahent. Gegen den Tabellenelften gab es ein mühevolles 2:1 (0:0, 1:0, 1:1) für den Achten, der damit den Anschluss an die direkten Play-off-Plätze hält.

Zunächst sah es nach einer sehr einseitigen Angelegenheit aus. Im ständigen Vorwärtsgang präsentierten sich die Eisbären. Chancen ergaben sich dabei reichlich, nur fehlte dem EHC vor dem Tor die letzte Konsequenz. Genau das hatte Trainer Jeff Tomlinson am Vortag noch als Manko ausgemacht, das es abzustellen gilt. Weil das nicht gelang, kamen die Schwaben irgendwann gefährlich ins Spiel. Zunächst musste Torhüter Rob Zepp in Unterzahl sein Gelenkigkeit und Reaktionsschnelle demonstrieren, später dann binnen Sekunden vier unglaubliche Paraden zeigen.

Braun zur Nationalmannschaft

Das erinnerte die Berliner offenbar an die Worte des Trainers, die Konzentration im Angriff stieg, und Laurin Braun, dessen Bruder Constantin nach seiner Rückkehr (Depression) als einziger Berliner von Bundestrainer Pat Cortina für die Länderspiele eines Perspektivkaders am 17. und 18. Dezember in Essen und Herne gegen Lettland berufen worden ist, traf nach einem präzisen Pass von Frank Hördler zum 1:0 (32.). Allerdings hielt die Aufmerksamkeit nicht lange, Casey Borer vertändelte den Puck im Spiel nach vorn, Brain Roloff nutzte den Konter zum Ausgleich (43.).

Die Partie wurde danach intensiver, weil die Berliner noch einmal zulegten. Im Powerplay dann spielte die Stadionregie den Ton einer Glocke ein, denn Mark Bell (englisch für Glocke) hatte den EHC erneut in Führung gebracht (47.). Es war Bells dritter Treffer im dritten Spiel nach seiner Verpflichtung in der vergangenen Woche. Perfekter kann ein Einstand nicht sein.