Eishockey

Eisbären kassieren in Nürnberg zweite Niederlage in Folge

Mit einem 1:4 verabschiedeten sich die Berliner von den Nürnberg Ice Tigers. Gleich zu Beginn verteilten sie ein Gastgeschenk. Ihre dann erspielten Torchancen konnten die Eisbären nicht nutzen.

Foto: Eibner-Pressefoto / pa

Über den besten Saisonstart seit fünf Jahren hatten sie sich beim EHC Eisbären nach zwei Siegen am ersten Saisonwochenende noch gefreut. Doch nur eine Woche später weiß der neue Trainer Jeff Tomlinson, dass diese Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) sicher kein stressfreier Selbstläufer für den Serienmeister aus Berlin wird.

Der Niederlage in Krefeld am Freitag (0:2) folgte am Sonntag nämlich ein 1:4 (0:1, 1:0, 0:3) bei den Ice Tigers in Nürnberg. Mit dieser durchwachsenen Bilanz finden sich die Berliner in der Tabelle nun auch nur im Mittelfeld wieder, während ihre Gegner munter von der Spitze grüßen.

Die Eisbären gelten schon länger als ein gern gesehener Gast in Nürnberg. Im Januar 2013 füllte man dank des Rekordchampions beim sogenannten Winter-Game sogar das dortige Fußballstadion. Doch als ob der Besucherrekord nicht genug wäre, verteilten die Eisbären diesmal sogar noch ein Gastgeschenk. Nach zehn Spielsekunden ließen sie Reinprecht in der Eismitte einfach so frei, dass dieser gleich mal zur Führung einschießen konnte.

Danach hielten die Berliner munter mit und erspielten sich sieben Torchancen, die sie allerdings allesamt nicht nutzen konnten. Insbesondere in Überzahl fehlte oft noch die nötige Genauigkeit im Torabschluss.

Daniel Weiß bislang bester Scorer

Erst in der 29. Minute gelang Daniel Weiß der verdiente Ausgleich. Der Stürmer war in der Vorsaison nach Nürnberg ausgeliehen worden, mit Tomlinson kehrte er nach Berlin zurück mit dem Ziel, Führungsaufgaben zu übernehmen. Bislang durchaus mit Erfolg. Der 23-Jährige ist in dieser Saison bislang bester Berliner Scorer.

Andere im Kader haben jedenfalls mehr Steigerungspotenzial, vor allem in der Rückwärtsbewegung und vor allem bei der Konzentration. Im letzten Drittel verfielen die Berliner nämlich erneut in kollektiven Tiefschlaf, was Pollock nach 21 Sekunden ungestört zum 1:2 nutzte. Im weiteren Verlauf erhöhten die Eisbären dann zwar den Druck, doch die Tore fielen nur auf der anderen Seite. Reinprecht (52.) und Kaufman (59.) trafen zur Freude der 4101 Fans noch für den Gastgeber.

Tomlinson hat also genug zu tun in den kommenden Tagen, um nicht unter Druck zu geraten. Hilfreich dürfte auf jeden Fall sein, dass nun mal erst wieder zwei Heimspiele anstehen: Am Freitag gegen die Grizzly Adams Wolfsburg, am Sonntag kommt mit den Kölner Haien der Gegner des letzten Meisterschaftsfinals in die O2 World.