Starker Gegner

Harte Prüfung für die Eisbären beim Tabellenführer Krefeld

Die Berliner Eisbären treffen auf die Mannschaft, die Trainer Tomlinson in seinen Analysen bislang als die stärkste ausgemacht hat. Besonders die Abwehr wird gegen Krefeld gefordert sein.

Foto: Armin Weigel / dpa

Er muss Hut tragen. Das ist so abgemacht. Eine Woche lang wird Daniel Weiß bei offiziellen Terminen, etwa wenn er Statements abgeben soll zum EHC Eisbären, nur mit Kopfbedeckung zu sehen sein. Manch einer dürfte das als eine Art Strafe betrachten, tatsächlich ist es eine kleine Ehrung. Der Stürmer wurde von Trainer Jeff Tomlinson zum besten Berliner Spieler des Auftakt-Wochenendes in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) berufen. Es ist ein neues Ritual beim Titelverteidiger, unter einem neuen Trainer ändern sich manche Dinge eben.

Was sich, sicher auch ein wenig überraschend, nicht verändert hat, ist der Status der Krefeld Pinguine. Diese erlebten vergangene Saison ein überdurchschnittliches Jahr, sie zogen bis ins Halbfinale ein und scheiterten dort in nur drei Spielen an den Berlinern. Doch der Trend zeigt nicht gleich wieder nach unten, nach zwei Spieltagen führen die Rheinländer die Tabelle der DEL vor den Eisbären an. Das ringt dem Meister einigen Respekt ab. „Der KEV machte bei unserer Videoanalyse den bisher stärksten Eindruck auf mich. Es ist eine Herausforderung für uns, gegen eine starke Offensive sicher in der Abwehr zu stehen“, sagt Tomlinson. Zumal er seine Defensive nach dem ersten Wochenende erst bei 80 bis 85 Prozent der Leistungsfähigkeit sieht.

Verteidiger Borer vor DEL-Debüt beim EHC

Immerhin kehrt Casey Borer zurück, was die Verletztenliste auf zwei Spieler reduziert – Stürmer Matthew Foy (Syndesmosebandriss) und Mads Christensen (Schulerprellung) fehlen weiter. Der neue Verteidiger hat seine Rückenprobleme überwunden und kann erstmals in der DEL mit dem EHC-Trikot auflaufen. Für Talent Thomas Supis gilt das am kommenden Wochenende nicht, der Verteidiger, der zuletzt als Aushilfsstürmer ran musste, wird mit einer Förderlizenz für den Zweitligisten Dresden auflaufen. Über die Verwendung der 20-Jährigen über das Wochenende hinaus ist noch nicht entschieden. Ein längerer Verbleib in Dresden deutet sich allerdings an.