Eishockey

Eisbären unterliegen bei European Trophy 0:2 in Pilsen

Der deutsche Eishockey-Meister aus Berlin hat seine zweite Vorrundenniederlage in der European Trophy kassiert. Am dritten Spieltag verlor das Team beim tschechischen Titelträger HC Pilsen 0:2.

Der erste Teil des tschechischen Wochenendes hielt nicht viel Gutes bereit für den EHC Eisbären. In der European Trophy zeigte der HC Skoda Pilsen den Berlinern im Duell des deutschen und des tschechischen Eishockey-Meisters ihre Grenzen.

Mit 0:2 (0:2, 0:0, 0:0) unterlag die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson in Westböhmen. Nach dem Auftakterfolg gegen Oulu (Finnland) war es die zweite Niederlage in der dritten Partie der Trophy.

Nach dem Freundschaftsspiel in Weißwasser (5:3) zur Eröffnung der dortigen neuen Arena am Freitag kamen die Berliner in Pilsen nur selten in Schwung. Vor allem die vielen jungen Spieler erhielten reichlich Eiszeit – und konnten dabei von den Tschechen einiges lernen.

Gefährlich wurde die Mannschaft von Tomlinson fast nie, auch weil sie sich durch viele Strafzeiten aufrieb. Gleich dreimal mussten zudem erfahrene Profis (Julian Talbot, Kapitän André Rankel und Jim Sharrow) mit Disziplinarstrafen für zehn Minuten vom Eis.

Mit einem sehr dünnen Kader unterwegs

Positiv fiel angesichts der vielen Angriffe der Tschechen der Torhüter der Eisbären auf. Sebastian Elwing konnte sich mehrfach mit Glanzparaden auszeichnen, hielt sogar einen Penalty (55.) und verhinderte so eine höhere Niederlage.

Wahrscheinlich steht er auch am Sonntag in Brünn beim vierten Trophy-Spiel der Eisbären im Tor, da Stammkeeper Rob Zepp die Reise wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht getreten hat. Dafür hilft kurzfristig der Düsseldorfer Matthias Niederberger als Ersatzmann aus, der bei den Manchester Monarchs aus der nordamerikanischen AHL unter Vertrag steht.

Personell sind die Berliner, bei denen Stürmer Florian Busch mit Adduktorenproblemen schon länger ausfällt, gerade mit einem sehr dünnen Kader unterwegs. Verteidiger Frank Hördler blieb wegen einer Hochzeit in Weißwasser. Zudem verlor der Meister dort Stürmer Mads Christensen. Den Dänen traf der Schläger eines Gegenspielers am linken Auge. Er wurde in die Augenklinik des Virchow-Klinikums in Berlin gebracht und musste mit drei Stichen im oberen Augenlid und fünf Stichen im unteren Augenlid genäht werden. Christensen wird erst in zwei Wochen wieder mitspielen können.