Eishockey

Berliner Eisbären verlieren gegen Nürnberg klar mit 2:5

Die Eisbären Berlin haben im Kampf um das Heimrecht im Play-off-Viertelfinale der DEL einen herben Dämpfer kassiert. Nach einer erschreckend schwachen Leistung unterlagen sie auf eigenem Eis mit 2:5.

Foto: Max Nikelski / dpa

Geburtstagskinder gab es einige beim EHC Eisbären Berlin. Der Materialwart Bernd Karrenbauer wurde 69 Jahre alt, Stürmer Darin Olver feierte seinen 28. Ehrentag, und Torhüter Sebastian Elwing wurde am Dienstag 33 Jahre alt. Alle erhielten vom Stadionsprecher während der Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers Glückwünsche, die Fans jubelten höflich.

Doch gerade Elwing hätte sich wohl am meisten gefreut, wenn er auch mal im Tor hätte stehen dürfen. Trainer Don Jackson machte aber keine Geschenke, er wies Elwing wieder nur den Platz auf der Ersatzbank zu, wie fast immer in dieser Saison.

Die neigt sich in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nun dem Ende zu, in der Hauptrunde steht nur noch ein Wochenende bevor. Es wird das entscheidende im Kampf um die Startplätze für das Play-off. Der Meister versäumte es, das Heimrecht für das Viertelfinale mit einem Sieg gegen Nürnberg zu sichern. Der EHC unterlag den Franken 2:5 (0:0, 1:1, 1:4), in der Tabelle fiel er auf Rang vier hinter Krefeld zurück.

Anfangs überwog die Vorsicht

So schwungvoll wie in den drei vorangegangenen Heimspielen begann der Titelverteidiger diesmal nicht. Die Partie nahm schleppend Fahrt auf, in den ersten 20 Minuten ergaben sich kaum Abschlüsse für die Berliner. Einer der wenigen landete zwar im Tor, doch Kapitän André Rankel hatte den Puck mit der Hand aktiv ins Netz befördert, so dass die Schiedsrichter den Treffer nicht anerkannten (18.).

Anfangs überwog die Vorsicht, doch bald wurde den Mannschaften bewusst, dass sie Punkte benötigen, um ihre Ziele zu erreichen. Daraus entwickelte sich eine dynamischere Spielweise, wobei besonders die Berliner mehr Drang zum Tor zeigten. Ein üppiger Vorsprung, wie in den anderen Heimpartien zuvor, ergab sich aber nicht. Der Vorteil daran war, dass die Eisbären ihn auch nicht leichtfertig aufs Spiel setzen konnten – das passierte ja zuletzt ebenso regelmäßig.

Stattdessen geriet der EHC in Rückstand, Ryan Bayda traf in Überzahl zum 1:0 für die Gäste (31.). Bis zum Ausgleich mussten die 13.100 Zuschauer in der O2 World aber nur zwei Minuten warten. Unter freundlicher Mithilfe zweier Nürnberger, die durch ein Missverständnis den Puck zu Travis Mulock schoben, kamen die Eisbären zum 1:1 (33.).

Dass die Konzentration der Eisbären nun höher war als mit den Führungen im Rücken, ließ sich aber nicht behaupten. Innerhalb von drei Minuten wuchs der Rückstand des EHC zu Beginn des letzten Drittels auf 1:4, Eric Chouinard (43.), Jason Jaspers (45.) und Yan Stastny (46.) trafen – Dusan Frosch erzielte später noch das 2:5 (59.).

Dabei wirkte Torhüter Rob Zepp nicht glücklich, was ganz sicher auch Elwing auf der Ersatzbank aufgefallen war. Vor allem dürfte er gesehen haben, dass die Kollegen Feldspieler noch etwas an ihrer Play-off-Form arbeiten müssen, darüber täuschte auch der Treffer zum 2:4 von Jamie Arniel nicht hinweg (57.).