Der Torhagel der vergangenen Spiele blieb aus. Einen Trainer wie Don Jackson, einst selbst Verteidiger, stört das nicht, wenn seine Mannschaft ihren Kernauftrag erfüllt. Deshalb genügten dem EHC Eisbären bei Lulea Hockey lediglich zwei Treffer, um die Partie mit 2:0 zu gewinnen. „Besonders defensiv haben wir stark gespielt“, befand Jackson anerkennend. Der Lohn für den Titelverteidiger besteht nun darin, am Finalturnier der European Trophy in Wien und Bratislava teilnehmen zu dürfen.

Im Viertelfinale trifft der deutsche Eishockeymeister dabei am 13. Dezember auf den Gastgeber Vienna Capitals und könnte am Sonnabend im Halbfinale erneut dem schwedischen Team aus Lulea gegenübersteh en. Eine „technisch hochwertige Leistung“ sah Verteidiger Frank Hördler bei seiner Mannschaft gegen die bis dahin ungeschlagenen Skandinavier: „Die Disziplin in der Taktik und die wenigen Strafen haben uns den Sieg garantiert.“ Ebenso der Kampfgeist war ein wichtiger Baustein. „Wir haben trotz der Ausfälle von etlichen Top-Spielern eine starke Teamleistung gezeigt. Lulea ist eine der besten Mannschaften Europas und hier so aufzutreten, ist sehr positiv“, sagte der überragende Torhüter Rob Zepp. Insgesamt fehlten den Berlinern sieben Profis.

Trotz ihrer Probleme erwiesen sich die Eisbären einmal mehr als bestes deutsches Team. In der dritten Saison der Trophy, die auf ein Teilnehmerfeld von 32 Klubs erweitert worden ist, waren mit Mannheim, Ingolstadt und Hamburg gleich vier deutsche Mannschaften am Start. Doch nur Ingolstadt konnte neben den Eisbären in den Kampf um das Viertelfinale eingreifen, scheiterte aber knapp.

Nach der europäischen Aufgabe muss der Titelverteidiger nun wieder auf die nationalen Herausforderungen blicken. Die wirken zunächst nicht sonderlich groß, in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) treffen die Berliner bis zur Länderspielpause (5. bis 15. November) nur auf Gegner, die von Platz neun abwärts rangieren. Zunächst muss der EHC am Freitag nach Straubing (Platz 11), dann nächsten Mittwoch nach Hannover (10.), Freitag darauf nach Wolfsburg (14.) und zum Schluss nach Düsseldorf (9.). Doch alle Partien sind auswärts, was den Schwierigkeitsgrad erhöht.

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