Selbst kurz vor dem Polarkreis war das Interesse an den beiden Berliner Stars groß. Die Eisbären mussten Daniel Briere und Claude Giroux daher ungeplant der Presse in Lulea vorführen.

Vielleicht nicht die beste Idee, denn Briere konnte am Tag danach nicht auflaufen. Er hatte sich eine Erkältung eingefangen. Da auch Kapitän André Rankel (Pferdekuss) verletzt fehlte, schwächte das die Berliner beim entscheidenden Spiel um den Einzug in das Finale der European Trophy. Doch der deutsche Eishockeymeister zeigte sich trotzdem gut genug, um Lulea mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) zu bezwingen und die Endrunde vom 13. bis 16. Dezember 2012 in Wien und Bratislava zu erreichen.

„Wir haben unser System mit viel Geduld gegen eine sehr defensivstarke Mannschaft durchgehalten“, sagte Briere nach dem Erfolg im letzten Gruppenspiel. Die Schweden waren bis dahin als einzige der 32 Mannschaften des Turniers ungeschlagen und stellten die beste Abwehr.

Die beste deutsche Offensivformation ließ sich davon jedoch ebenso wenig beeindrucken wie von den eigenen Ausfällen und lieferte ein sehr geordnetes Spiel ab. Constantin Braun (36.) brachte die Berliner nach Vorarbeit von Giroux in Führung in dieser eher defensiv geprägten Partie. Dank des glänzenden Torhüters Rob Zepp überstanden sie die Druckphase der bereits als Gruppensieger qualifizierten Schweden am Ende. Als diese ihren Torhüter gegen einen weiteren Feldspieler tauschten, traf Julian Talbot zum 2:0 (59.).

Zum zweiten Mal nach der Erstauflage des kontinentalen Klub-Wettbewerbs 2010 stehen die Berliner, die sich als bester Zweitplatzierter qualifizierten, damit in der Runde der letzten Acht. Damals gewannen sie die Trophy in Salzburg sogar. Sieben der acht Plätze für die Viertelfinals sind bereits vergeben. Am Sonntag steht der letzte Teilnehmer fest, wenn Färjestad BK (Schweden) und Jokerit Helsinki aufeinandertreffen

BMO