Die Eisbären Berlin nehmen das internationale Vorbereitungsturnier um die European Trophy sehr ernst. Nach ihrem Erfolg im Jahr 2010 und dem etwas unglücklichen Ausscheiden vor zwölf Monaten, als man für Finalausrichter Salzburg Platz machen musste, wollen die Berliner bei der dritten Auflage wieder ganz vorne mitmischen. „Die Saison hält für uns drei Hürden bereit: European Trophy, DEL-Hauptrunde und Playoffs“, sagte Trainer Don Jackson, „und alle wollen wir erfolgreich überspringen.“

In der Trophy, dem internationalen Turnier mit 32 Mannschaften aus sieben Ländern, befindet sich der deutsche Meister zur Halbzeit der Vorrunde auf einem sehr guten Weg. Alle vier Spiele konnten bisher erfolgreich bestritten werden. Zusammen mit dem schwedischen Team von Lulea HF thronen die Eisbären ungeschlagen an der Spitze der North Division. Für das Endrundenturnier im Dezember qualifizieren sich in der Regel die beiden Erstplatzierten der vier Vorrundengruppen. Es sei denn, die beiden Finalausrichter Bratislava und Wien würden sich nicht unter diesen acht Mannschaften befinden. In diesem Fall verlieren, wie im Vorjahr auch die Eisbären, die beiden schlechtesten Gruppenzweiten ihren Startplatz.

Dies zu verhindern, haben sich die Berliner fest vorgenommen. Der Auftritt beim 2:1-Auswärtserfolg am Sonntag bei Mountfield Budweis war ein erneuter Beleg dafür, dass die Eisbären den Sprung in die Endrunde unbedingt schaffen wollen. In einer Partie zweier gleichstarker Mannschaften besaß der DEL-Rekordmeister die entscheidenden Prozente mehr an Siegermentalität. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für uns, auch aufgrund unserer besseren Chancenverwertung“, befand Siegtorschütze André Rankel nach der Abwehrschlacht beim Vorjahresfünften der tschechischen Extraliga. Der verletzt zuschauende Angreifer Daniel Weiß sah von der Tribüne aus Budweis als „technisch bisher stärksten Gegner.“

Weiß wird auch am kommenden Wochenende nur die Zuschauerrolle einnehmen. Eine am Freitag beim klaren 4:1-Sieg gegen Red Bull Salzburg erlittenen Oberschenkelprellung lässt in dieser Woche kein Training zu. „Drei Tage werde ich wohl aussetzen müssen, das Bein ist noch dick und ich kann es kaum beugen“, berichtete der Stürmer, „deshalb glaube ich nicht, dass ich am Wochenende spielen kann.“ Schon am Samstag und Sonntag geht es für die Eisbären weiter. In Hin- und Rückspiel treffen die Berliner zweimal im deutschen Vorrundenduell auf den DEL-Rivalen Hamburg Freezers.

dpa/sei