European Trophy

Eisbären wollen die Revanche gegen ihren Ex-Trainer

Zeit für Revanche: Letztes Jahr wurden die Berliner in Salzburg noch abgefertigt. Diesmal gehen die Eisbären selbstbewusst in das Spiel.

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War da was? Don Jackson lächelt, er könne sich an nichts erinnern. Doch sein Grinsen verrät ihn. Er hätte gern vergessen, was da vor einem Jahr passiert ist. Nur: „Solche Spiele vergisst du nicht.“ Der Trainer des EHC Eisbären weiß noch ganz genau, wie seine Mannschaft damals in der European Trophy vor eigenem Publikum unter die Räder geriet. Ausgerechnet gegen Red Bull Salzburg, einem international eher belächelten Konkurrenten, noch dazu trainiert von Pierre Pagé, dem langjährigen Coach des sechsfachen deutschen Meisters.

Jetzt gibt es die Gelegenheit zur Revanche, am Freitag treffen die Berliner in Salzburg auf Pagé und die Roten Bullen. „Damals haben wir ganz ärmlich gespielt und nicht gearbeitet. Das wird sich diesmal ändern“, sagt Jackson. Die ersten beiden Partien in der Trophy gegen Brünn (6:1) und Pilsen (6:4) lassen erahnen, dass die Eisbären nicht noch einmal mit 0:5 von den Österreichern abgefertigt werden. „Wir haben schon eine Menge Selbstvertrauen mitgenommen aus diesen Spielen“, sagt Kapitän André Rankel.

Unterschätzen sollte man Salzburg dennoch nicht, so der Berliner. Red Bull gewann überraschend im Vorjahr die Trophy. Was auch daran lag, dass Pagé sich extra für das Endturnier, für das Salzburg als Gastgeber gesetzt war, ein paar ausländische Spitzenkräfte herbeiholte. Diesmal ist Pagés Klub nicht mehr Gastgeber des Finalturniers und damit auch nicht mehr gesetzt. Das macht die Aufgabe schwer für Red Bull. Obgleich das gegen die Eisbären keine Rolle spielt. „Pierre Pagé ist gegen die Eisbären immer besonders motiviert, und das überträgt sich auch auf die Mannschaft. Ich denke, dass wir ein sehr intensives Spiel erleben werden“, sagt RB-Kapitän Matthias Trattnig.

Gegen die Österreicher werden die Berliner erstmals mit Jamie Arniel auflaufen. „Ich denke, er kann uns helfen“, sagt Don Jackson über den 22-jährigen Mittelstürmer. Der Kanadier, so berichtet Jackson, hoffe auf ein gutes Jahr in Berlin, um seinen Traum von einer NHL-Karriere zu beleben. Jackson: „Dieses Ziel gibt ihm viel Leidenschaft, das ist gut für uns.“