Eishockey

Eisbären verteidigen Platz eins

Das war knapp! Denis Pederson sichert den Berliner Eisbären einen Zitter- Sieg gegen die Kölner Haie - aber erst im Penaltyschießen.

Der wahre Wert des ersten Platzes nach der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ist eher schwer zu bemessen. Zwar freuen sich die meisten, ihn für sich reklamieren zu können, schließlich garantiert er das Heimrecht im Play-off. Nur werden die Ersten viel seltener auch Meister, als man vermuten würde. Ein Vorteil, auf den man sich verlassen kann, ist es also nicht.

Nun sieht es allerdings so aus, als könnte der Reiz des ersten Platz demnächst wieder deutlich steigen. Bei einem Treffen am Donnerstag in Zürich näherten sich Weltverband, Ligen und Klubs an, plötzlich scheint eine Neuauflage einer europäischen Champions League in der nächsten Saison gar nicht mehr so abwegig. Und neben dem Deutschen Meister wäre auch der Hauptrundensieger startberechtigt. Erster zu werden könnte sich am Ende also wirklich lohnen. Anwärter auf die Spitzenposition gibt es einige, unter anderem den EHC Eisbären. Die Berliner setzten sich am Freitag gegen die Kölner Haie mit 3:2 n.P. (0:1, 0:1, 2:0, 0:0, 1:0) durch und festigten damit Platz eins.

An sich war die Partie gegen die Rheinländer ja prädestiniert, den Platz an der Spitze zu halten oder den Vorsprung gar auszubauen. Immerhin zählen die Kölner gerade nicht zu den besten Teams der Liga. Wie wenig aber Tabellenstände tatsächlich aussagen müssen, erlebten die Eisbären schon kurz vor Weihnachten. Da kamen die Haie als Letzter nach Berlin, gewannen aber 2:1 n.P. Diesmal gingen sie als Zwölfter in die Partie – und es wurde erneut ein harter Kampf.

Das lag vor allem daran, dass die Kölner anfangs cleverer auftraten. Die Berliner bestimmten zwar weitgehend die Partie, allerdings ergaben sich dennoch kaum klare Chancen gegen die gut in der Abwehr stehenden Gäste. Dafür öffneten die Berliner den Haien mit Puckverlusten immer wieder Räume, so dass diese weitaus gefährlichere Torsituationen kreieren konnten. Dreimal trafen sie das Gestänge, ehe Daniel Sparre nach einem Fehler von Derrick Walser in EHC-Überzahl das 1:0 erzielte (19.). Das veranlasste die Berliner, das ohnehin gute Tempo noch ein wenig anzuziehen. Es wirkte insofern, als dass die Kölner zeitweise kaum Entlastung fanden. Dennoch gelang Mark Pettinger das 2:0 bei einem der nun seltenen Angriffe der Haie (37.). Erst durch einen Fehler der Gäste kamen dann auch die Berliner zu einem Erfolgserlebnis. Alexander Weiß drückte den Puck zum Anschlusstreffer über die Linie (42.), kurz darauf glich André Rankel in Überzahl aus (43.).

Trotz großen Drucks der Eisbären ging die Partie in die Verlängerung und ins Penaltyschießen, wo Denis Pederson als einziger traf und den Berlinern den Sieg und Platz eins sicherte.