Volleyball

BR Volleys fehlt noch ein Sieg zur Champions League

Gewinnen die BR Volleys an diesem Sonntag gegen den TV Bühl, stehen sie als erstes Team im Finale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft. Damit wären sie auch für die Champions League qualifiziert.

Foto: imago sportfotodienst / imago/Sebastian Wells

Ein Sieg noch, und die BR Volleys haben die nächste Etappe ihrer Saisonplanung geschafft. Gewinnen sie an diesem Sonntag (16 Uhr, Schmeling-Halle) auch das dritte Play-off-Halbfinale gegen den TV Bühl, stehen die Berliner zum dritten Mal in Folge in der Endspielserie um die Deutsche Meisterschaft. Mehr noch: „Wir hätten uns dann erneut für die Champions League qualifiziert“, sagt Manager Kaweh Niroomand. Und in diesem Wettbewerb wollen sich die BR Volleys schließlich im nächsten Jahr um die Ausrichtung des Final Four bewerben.

Pokal aus der Hand gegeben

Positiv betrachtet, läuft also alles perfekt. Nach jahrelangen vergeblichen Anläufen erreichten die BR Volleys das Pokalfinale in Halle. Sie schafften den Sprung ins Play-off der Champions League. Aber in beiden Wettbewerben blieb auch ein leises Gefühl der Enttäuschung. Gegen Kasan waren die Berliner völlig chancenlos; dabei entpuppten sich die Russen später keineswegs als bestes Vereinsteam Europas, sondern landeten beim Final Four auf dem letzten Rang. Und im deutschen Pokalfinale schien das Team von Trainer Mark Lebedew den Cup schon in Händen zu halten, ehe der VfB Friedrichshafen trotz Rückstandes doch noch den Titel holte.

Aber seit dieser Enttäuschung gab sich der Meister keine Blöße mehr. „Dafür muss man der Mannschaft Respekt zollen“, sagt Niroomand. Platz eins in der Bundesliga gesichert, die ersten vier Play-off-Spiele souverän gewonnen – alle Konzentration gilt nun der Aufgabe, die Meisterschaft zu verteidigen. Auch wenn sich die Bühler noch nicht geschlagen geben wollen. „Wir haben in Berlin nichts zu verlieren“, sagt TVB-Manager Georgios Vlachojannis, „wir tun alles für ein viertes Spiel in Bühl.“

In 13 Heimspielen gegen nationale Konkurrenz unbesiegt

Dafür jedoch müssten die Schwarzwälder in Berlin siegen, was in dieser Saison in 13 Versuchen noch keinem deutschen Kontrahenten gelang. „Simpel ausgedrückt, müssen wir nur noch unsere Heimspiele gewinnen“, frohlockt Niroomand, dann wären die BR Volleys erneut Meister. Denn auch in der Finalserie gegen Friedrichshafen oder Haching (Play-off-Stand 1:1) dürften sie in der Schmeling-Halle beginnen. „Diesen Vorteil“, fordert Niroomand, „dürfen wir nicht aus der Hand geben.“ Um die entscheidende Etappe der Saison auch noch zu schaffen.