Schweres Los

Die Berlin Volleys müssen wieder gegen Zenit Kasan antreten

Wieder Kasan: Die Berlin Volleys müssen in den Playoffs der Champions League erneut gegen das Spitzenteam aus Russland antreten. Der deutsche Volleyball-Meister hat noch eine offene Rechnung mit Zenit.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Schwerer Brocken für die Berlin Volleys: In der Champions League trifft der deutsche Volleyball-Meister in den Playoffs der besten zwölf Mannschaften auf Russlands Vertreter Zenit Kasan. Das ergab die Auslosung durch den europäischen Verband (CEV) am Donnerstagmittag in Luxemburg. „Kasan ist sicher eine absolute europäische Spitzenmannschaft“, sagte Volleys-Trainer Mark Lebedew. „Aber was soll's? In den Playoffs gibt es ja ohnehin keine leichten Gegner mehr. Und wir brauchen uns auch vor niemandem zu verstecken.“

Die Berliner haben zuerst Heimrecht, gespielt wird wahrscheinlich am 16. Januar. Das Rückspiel findet zwischen dem 21. und 23. Januar statt. Auf Zenit Kasan, den Champions-League-Sieger des Jahres 2012, trafen die Berlin Volleys bereits in der vorigen Saison in der K.o.-Runde der Königsklasse und schieden durch zwei knappe 2:3-Niederlagen aus dem Wettbewerb aus. Für die Russen war danach im Halbfinale Endstation.

Der Hauptstadtclub hat sich in der Königsklasse als bester Vorrundenzweiter der insgesamt sieben Gruppen für die Runde der letzten zwölf Teams qualifiziert. Am letzten Gruppen-Spieltag am Mittwoch hatte der deutsche Meister überraschend Italiens Starensemble Diatec Trentino mit 3:0 (25:16, 25:18, 25:19) bezwungen.

„Respekt, aber keine Angst“

Nach dem Einzug in das deutsche Pokalfinale durch das 3:0 gegen Generali Haching verbuchten die Berliner damit ihren zweiten großen Erfolg innerhalb von nur fünf Tagen. „Wir sind sehr gut unterwegs in diesem Jahr. So kann es im nächsten Jahr ruhig weitergehen“, sagte Angreifer Robert Kromm, der gegen Trentino mit 13 Punkten erfolgreichster Akteur der Volleys war. „Wir haben Respekt gehabt, aber keine Angst. Das war ausschlaggebend“, kommentierte Manager Kaweh Niroomand den starken Auftritt gegen Italiens Meister.

Die konzentriert spielenden Berliner setzten vor 4521 Zuschauern mit risikoreichen Aufschlägen den Gegner von Beginn an unter Druck. „Als die Italiener gemerkt haben, dass sie den Schalter umlegen müssen, war es schon zu spät“, betonte Niroomand. Den Berlinern kam freilich zugute, dass die Italiener schon vor Spielbeginn als Gruppenerster feststanden. So verzichteten sie anfangs auf ihren Star-Angreifer Tsvetan Sokolov, Kapitän Emanuele Birarelli war wegen bevorstehender Vaterfreuden erst gar nicht mit nach Berlin gereist.

Doch das konnte bei den Berlinern die Freude über den Sieg nicht trüben. „Wir können nun mal nur die schlagen, die uns auf dem Feld gegenüberstehen“, sagte Coach Lebedew. Bis zum 8. Januar haben die Berlin Volleys nun Spielpause. Dann geht es in der Bundesliga weiter mit einem Heimspiel gegen den TV Bühl. Das ursprünglich noch für kommenden Sonnabend vorgesehene Spiel gegen CV Mitteldeutschland wurde auf den 5. März verlegt.