Abends gehört die Aufmerksamkeit in diesen Wochen der kickenden Branche bei der Fußball-WM in Brasilien. Tagsüber jedoch steht bei vielen Schülerinnen und Schülern Streetball ganz oben, genauer gesagt die School Finals Berlin.
Am Dienstag startete Deutschlands größte Streetball-Turnierserie für Schulen traditionell im Eisstadion Neukölln, 120 Teams werden erwartet.
Neu ist dagegen, dass die School Finals, die auch wieder von der Berliner Morgenpost unterstützt werden, womöglich das letzte Mal auf die Hauptstadt beschränkt sein könnten. Erstmals haben die Organisatoren um Initiator Mathias Ramsauer den Schritt nach Brandenburg gewagt. „Es ist ein kleiner Anfang, aber die Lehrer und Schüler waren begeistert dabei“, sagte Ramsauer. Nutznießer waren die Schulen in Perleberg. „Für uns war es wichtig, dahin zu gehen, wo auch Interesse am Streetball besteht“, erklärte Ramsauer. Nun wollen die Veranstalter – die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie das Streetball-Team der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) – prüfen, „ob wir ein zweites Projekt in Potsdam starten können“, so Ramsauer.
„Mr. Streetball“ steht als Lehrer vor der Pensionierung
Ob der Macher der School Finals dann jedoch als „Mr. Streetball“ weiter in Amt und Würden sein wird, ist fraglich. Seit der ersten Austragung 1993 ist Ramsauer dabei, nun steht im August die Pensionierung des Lehrers an. Und nur so nebenbei sind die School Finals nicht zu bewältigen. „Das ist ein Fulltime-Job“, sagte Ramsauer und sieht das Streetball-Team derzeit als einzig möglichen Nachfolge-Kandidaten.
Dieses Jahr bekommt die Turnierserie jedoch noch seine volle Aufmerksamkeit. Nicht nur in Neukölln, sondern auch in den Vorrunden im Pankower Kissingen-Stadion (20. Juni 2014), auf dem Walter-Felsenstein-Sportplatz in Marzahn (24. Juni 2014) und dem Horst-Dohm-Eisstadion in Wilmersdorf (27. Juni 2014.). Dort findet am 3. Juli 2014 traditionell auch das große Finale der School Finals statt. Wie immer qualifizieren sich die Halbfinalisten der Vorrunden für das Stelldichein der besten Berliner Streetball-Schulen.
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