Radsport

Sechstagerennen-Star Robert Bartko beendet seine Karriere

Eigentlich hat der 38 Jahre alte Radprofi noch viel Spaß am Leistungssport - auch jetzt beim Berliner Sechstagerennen. Aber Doppel-Olympiasieger Robert Bartko will sich auf sein Studium konzentrieren.

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Doppel-Olympiasieger Robert Bartko beendet seine Karriere, nach dem kommenden Sechstagerennen in Kopenhagen. Dabei hatte der 38-Jährige bei Halbzeit in Berlin gesagt, der Rummel mache noch „viel zu viel Spaß“. Und zu einem abrupten Karriereende mit Blick auf eine mögliche Tätigkeit jenseits der Pisten: „So weit sind wir noch lange nicht.“ Bartko ist bereits ehrenamtlicher LSB-Vizepräsident. Nun konzentriert sich der Publikumsliebling mit den 20 Sechstagesiegen auf den Endspurt seines Studiums im Sportmanagement. Sein Abschlusszeugnis will er „im September in den Händen halten“.

2001 Olympiasieger in Sydney

Bartko war bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft 1998 in Bordeaux auf die große Sportbühne getreten, als er in der Mannschaftsverfolgung Silber und in der Einzelverfolgung Bronze gewann. Es folgten zwei Goldmedaillen bei der WM 1999 in Berlin und jeweils ein Einer-Sieg 2005 und 2006. Das übertraf er noch mit zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2000 (Mannschaftsverfolgung und Einzelverfolgung).

Sein Wechsel von den Bahn- zu den für einen Olympiasieger höchst lukrativen Straßenrennen – zwischen 2001 und 2004 fuhr Bartko für die Teams Deutsche Telekom und Rabobank – brachte ihm keine nennenswerten Erfolge. Bartko nahm die Karrieredelle am Ende aber gelassen zur Kenntnis: „Manche Sachen kann man gut, manche nicht.“

Drei Teams mit guten Chancen

Ob es auf seiner Heimatbahn möglicherweise noch zum 21. Sechstagesieg (es wäre der vierte im Velodrom) reichen kann, beurteilt Bartko, der mit dem Berliner Theo Reinhardt fährt, mit einer Portion Skepsis: „Klar wollen wir gewinnen. Aber Leif Lampater und Jasper de Buyst und auch Andreas Müller/Kenny de Ketele fahren extrem stark.“

Für den Berliner Andreas Müller wäre es der erste Sieg in seinem 71. Sechstagerennen. Lampater/de Buyst haben gemeinsam bereits in Gent gewonnen. Vor allem der erst 20 Jahre alte Belgier de Buyst bestreitet bei seiner Premiere an der Landsberger Allee ein überragendes Rennen. Bartko: „Jasper hat ein gutes Auge für die jeweilige Situation auf der Bahn, und er fährt total unbekümmert.“