Beachvolleyball

Deutsche Beach-Duos bei der WM in Polen auf Medaillenjagd

Den Stuttgarterinnen Karla Borger und Britta Büthe fehlt bei der Beachvolleyball-WM in Polen nur noch ein Sieg zur Medaille. Souverän ins Achtelfinale zogen die Berliner Kay Matysik und Jonathan Erdmann.

Foto: HOCH ZWEI/Malte Christians / pa

Ihre ersten vier Spiele in der Sandkiste von Stare Jablonki haben Kay Matysik und Jonathan Erdmann souverän über die Bühne gebracht. Bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft im polnischen Kurort in Masuren besiegten die beiden Berliner, die an Position acht gesetzt sind, auch die Österreicher Alexander Huber/Robin Seidl mit 2:0 (24:22, 21:17) und zogen damit ins Achtelfinale ein.

Noch ohne Satzverlust

Bisher haben sie im Turnierverlauf noch keinen Satz abgegeben. Doch beim Griff nach den langsam in Reichweite kommenden Medaillen wird es nun für die Deutschen Meister sehr schwer: Sie müssen heute (9.45 Uhr) auf dem Centre-Court gegen die Polen Michal Kadziola und Jakub Szalankiewicz antreten – und außerdem gegen fast 10.000 Zuschauer.

Ganz zufrieden waren die Berliner trotz ihres Vordringens in die nächste Runde nicht. „Wir müssen unsere Fehler abstellen, da hatten wir gegen Österreich mehr als in den drei Gruppenspielen zusammen“, betonte Matysik: „Aber da mache ich mir keine Sorgen. Ich denke, dass Polen mehr unter Druck steht.“ Eine Prämie von 8500 Euro hat das Nationalteam schon sicher.„Zweimal waren wir schon WM-Neunter, jetzt soll es besser werden“, hoffte Erdmann.

Böckermann/Urbatzka wehren sechs Satzbälle ab

Markus Böckermann/Mischa Urbatzka folgten ihnen mit einem 2:0 (29:27, 35:33) gegen die Kasachen Alexei Sidorenko/Alexander Dyachenko ins Achtelfinale. Das für den FC St. Pauli startende Duo wehrte schon im ersten Satz sechs Satzbälle ab. Und auch im zweiten Durchgang entschieden die Nerven. „Diese Spielstände liegen uns“, kommentierte der 27-jährige Böckermann den Ausgang. Nun warten die brasilianischen Titelverteidiger Emanuel/Alison.

Noch näher an einer Medaille ist ein deutsches Frauen-Duo. Viel näher. „Super, Halbfinale“: Karla Borger und Britta Büthe jubelten mit Deutschland-Fahne fast schon wie Weltmeisterinnen. Das junge Stuttgarter Duo spielt heute (13 Uhr) gegen die US-Amerikanerinnen April Ross/Whitney Pavlik um den Final-Einzug und will den deutschen Medaillenfluch vertreiben. Bisher haben Frauen des Deutschen Volleyball-Verbandes bei einer WM noch nie Edelmetall geholt.

Ludwig mit ihrer neuen Partnerin gescheitert

Im Viertelfinale gewann das in dieser Saison erstmals als Nationalteam nominierte Duo gegen Lauren Fendrick und Brittany Hochevar aus den USA mit 2:1 (17:21, 21:16, 15:11). „Es ist unbeschreiblich, weil wir nicht so ein gutes Spiel gemacht haben“, sagte Borger: „Es hat nicht alles funktioniert, aber wir haben uns kämpferisch durchgebissen. Deshalb waren die Emotionen umso größer“, kommentierte die 24-Jährige den Sieg.

Die gebürtige Berlinerin Laura Ludwig und ihre neue Partnerin Kira Walkenhorst sind dagegen ausgeschieden. Dem 2:0 (21:19, 21:16) im Achtelfinale gegen die Russinnen Jewgenia Ukolowa/Jekaterina Chomjakowa (Russland) folgte für das Hamburger Duo in der Runde darauf ein 0:2 (15:21, 15:21) gegen die an Position zwei gesetzten Chen/Zhang Xi aus China. 18.000 Dollar (14.000 Euro) bleiben als Trost.