Beachvolleyball

Weltrekordversuch beim Beachvolleyball in der Waldbühne

Im vergangenen Jahr verdarb Dauerregen alle Hoffnung. Doch diesmal soll beim World-Tour-Turnier im Beachvolleyball in der Berliner Waldbühne ein Zuschauer-Weltrekord aufgestellt werden.

Foto: Florian Schuh / pa/dpa

Schönes Wetter und wenig Verkehr: Das sind zunächst die beiden größten Wünsche der Organisatoren des World-Tour-Turniers im Beachvolleyball vom 6. bis 11. August in Berlin. Sonnenschein oder zumindest trockene Bedingungen sind die Voraussetzung, den Zuschauer-Weltrekord zu brechen. So lautet das Ziel. Die Bestmarke steht seit den Olympischen Spielen in London bei 12.000. Eine beeindruckende, aber nicht unüberwindbare Zahl. Denn im Berliner Spielort Waldbühne finden rund 20.000 Zuschauer Platz. Im vergangenen Jahr hatte es fast ununterbrochen geregnet, der Rekordversuch fiel ins Wasser.

2000 Tonnen Sand werden gebraucht

Vor dem ersten Aufschlag gilt es eine andere „Riesen-Herausforderung“ zu meistern, wie es Turnierdirektor Siegbert Brutschin nennt. Eine Beachvolleyball-Veranstaltung ist nun mal auf Sand gebaut. Fast 2000 Tonnen davon müssen auf dem Centre-Court in der Waldbühne und auf dem Nebenschauplatz Maifeld verteilt werden. Eine Karawane von Lkw wird den Sand herbeibringen, was nur bei halbwegs freien Straßen stressfrei und pünktlich zu bewältigen ist.

Neben den organisatorischen Wünschen gibt es aber auch sportliche Hoffnungen: dass die deutschen Teilnehmer unter den je 32 Duos im Hauptfeld der Frauen und Männer eine gute Rolle spielen. Die Protagonisten sind angriffslustig. „Es ist ein Highlight der Saison. Es ist unser Heimturnier“, sagte Lokalmatadorin Ilka Semmler, die mit ihrer Partnerin Katrin Holtwick derzeit auf Rang fünf der Weltrangliste steht.

440.000 Dollar Preisgeld werden ausgeschüttet

Im vergangenen Jahr erreichten sie Platz vier. Einen Rang dahinter Jonathan Erdmann und Kay Matysik, die ebenfalls in Berlin leben und trainieren. Es geht um Siegprämien von 33.000 Dollar, insgesamt werden 440.000 Dollar Preisgeld ausgeschüttet. Und es geht um den Weltrekord: Der wird sicher eher zu brechen sein, wenn es mindestens einer deutschen Kombination gelingt, bis ins Endspiel vorzudringen.