Arne Friedrich weiß, was der Fußball für eine verbindende Wirkung haben kann. Der frühere Kapitän von Hertha BSC absolvierte in seiner Karriere 246 Bundesligaspiele, 82 Einsätze für die deutsche Fußballnationalmannschaft und nahm an Weltmeisterschaften teil.

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Dem 46-Jährigen ist bewusst, dass er dem Profigeschäft viel zu verdanken hat. Deshalb setzt sich der frühere Verteidiger seit 2015 mit seiner Arne-Friedrich-Stiftung für Kinder und Jugendliche ein – und dabei jetzt erstmals auch auf die integrative Kraft des Fußballs.
„Ich habe schon sehr viele Jahre eine Stiftung, aber noch nie etwas mit Fußball gemacht“, erzählt Friedrich im Gespräch mit der Morgenpost. Zwar unterstützt seine Stiftung ein Fußballprojekt in Ruanda. In Berlin, seinem Lebensmittelpunkt, hielt sich der gebürtige Bad Oeynhausener nach dem Ende seiner Zeit als Hertha-Sportdirektor bislang aber aus dem Fußball raus.
Arne Friedrich ruft Players for Purpose Cup ins Leben
Das ändert sich jetzt, aus gutem Grund. Gemeinsam mit dem 1. FC Internationale richtet Friedrich am 9. Mai die erste Auflage des Players for Purpose Cup aus. „Gerade der Fußball kann hervorragend verbinden. Dazu soll es das Gefühl geben, etwas gemeinsam für einen größeren Zweck zu tun“, erklärt Friedrich das gemeinnützige Turnier.
Das Teilnehmerfeld besteht aus acht Berliner Organisationen und Einrichtungen aus der Kinder- und Jugendarbeit, die Spieler zwischen 14 und 23 Jahren an den Start schicken.
Den Kontakt zu den Projekten stellte Ibo Yilmaz vom 1. FC Internationale her, der wie sein Vorstandskollege Gerd Thomas das Turnier gemeinsam mit Friedrich auf die Beine stellte. „Der 1. FC Internationale tut seit vielen Jahren viel für Vielfalt und das Miteinander“, hebt Friedrich hervor. Der ehemalige Fußballprofi besuchte einige der Projekte der Turnierteilnehmer im Vorfeld.
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„Es geht darum, Menschen zu vereinen und zu verbinden, die sonst vielleicht keine Berührungspunkte hätten, obwohl sie geografisch nah beieinanderliegen“, sagt Friedrich über seine Motivation.
Die einzelnen Projekte spielen um Preisgelder im Gesamtvolumen von rund 10.000 Euro, wobei jeder Teilnehmer bedacht wird. Doch für Friedrich geht es noch um mehr. „Alle spielen auch für einen größeren Zweck. Uns ist wichtig, auch Menschen und Lebensrealitäten sichtbar zu machen, die im Alltag oft zu wenig gesehen werden. Deshalb unterstützen wir mit dem Turnier in diesem Jahr das Kinderhospizzentrum Haus Leo“, erzählt der frühere Hertha-Kapitän über die Besonderheit seines Turniers.
„Für mich stehen die Werte und das Miteinander vor dem sportlichen Erfolg“, verdeutlicht Friedrich und lädt Neugierige ein: „Wir wünschen uns natürlich, dass Zuschauer vorbeikommen.“

Um 11.30 Uhr soll das Turnier am Samstag auf dem Dominicus-Sportplatz des 1. FC Internationale in Schöneberg (Priesterweg 3, 10829 Berlin) beginnen. Und es soll nur der Auftakt sein.
„Wir starten bewusst in einem überschaubaren Rahmen und wollen das Format in den nächsten Jahren weiterentwickeln“, kündigt Friedrich weitere Auflagen des neuen Turniers an. Schließlich gibt es noch viele andere Projekte in Berlin, die auf Unterstützung angewiesen sind.





