Auf der einen Seite der Uber Arena trommelten die Fans der Niners Chemnitz ihre Freude heraus. Auf der anderen Seite hatten es viele Spieler von Alba Berlin sehr eilig, in die Kabine zu gelangen. Mit Gesichtern, die Enttäuschung und Frust verrieten. „Es fühlt sich alles andere als gut an, das ist eine sehr bittere Niederlage“, sagte Tim Schneider noch. Sein Team hatte vor 8225 Zuschauern gerade 78:81 (41:37) gegen die Sachsen verloren, trotz teilweise großen Vorsprungs. „Aber am Ende haben wir kein gutes Spiel gemacht“, so Schneider.

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Damit ist der Fehlstart der Berliner in die Basketball-Bundesliga (BBL) perfekt. Im vierten Spiel war es bereits die dritte Niederlage für die Mannschaft von Trainer Israel Gonzalez. Was Power Forward Schneider allerdings nicht in den Fokus stellen mochte. „Wir haben jetzt einen holprigen Start, aber wir haben zu viele Spiele, um uns an diesen Niederlagen aufzuhängen“, so der Profi nach dem Match gegen die Sachsen, gegen die sich Alba in einer dramatischen Halbfinalserie im vergangenen Play-off durchgesetzt hatte.

Alba lässt Chance liegen: auch Bayern und Ulm verlieren

Das Wochenende hatte bereits vor der Partie der Berliner einige überraschende Ergebnisse hervorgebracht. Welche, die Alba eine gute Gelegenheit boten, den Anschluss nach vorn herzustellen. Denn Favorit Bayern München leistete sich beim MBC (75:79) im fünften Spiel in der BBL bereits die zweite Niederlage. Spitzenreiter Ulm, bislang noch einzig ungeschlagene Mannschaft, musste in der vierten Partie gegen Oldenburg ein 66:93 hinnehmen.

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Für Alba ging es allerdings vornehmlich darum, die eigenen Belange zu betrachten und die BBL-Bilanz auszugleichen. Eben jenen Plan verfolgten die genauso schwach gestarteten Chemnitzer. Keine der beiden Mannschaften wollte in die Kellergruppe der BBL abrutschen. Selbst wenn das noch wenig Aussagekraft hat zu diesem Zeitpunkt.

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Das Team von Gonzalez musste dabei allerdings nicht nur die beiden Partien in der Euroleague unter der Woche wegstecken, sondern auch auf Trevion Williams (krank) verzichten. Damit wuchs die Liste der Ausfälle der Berliner wieder auf fünf Profis an. Trotz der Umstände aber legte Alba einen guten Start hin, war flexibel in der Offensive und erarbeitete sich einen kleinen Vorsprung. „Phasenweise hatten wir Chemnitz gut im Griff“, so Schneider.

Chemnitz beeindruckt Alba Berlin mit seinen Dreiern

Vor allem mit energischerem Spiel unter dem Korb holte sich Alba immer wieder die Kontrolle über die Partie. Zu Beginn der zweiten Hälfte zogen die Berliner auf 13 Zähler davon (52:39/24.). Doch über die gesamte Spieldauer beeindruckte Chemnitz mit seinen Dreiern. Albas Defensive gelang es nicht, diese Abschlüsse zu verhindern. Was sich vor allem im letzten Viertel negativ auswirkte. „Wir waren geschockt davon, haben aufgehört zu spielen und dann auch keine Lösung mehr offensiv gefunden“, sagte Schneider.

Zwar kämpfte der Vizemeister, bei dem Kapitän Martin Hermannsson das Spiel diesmal nicht wie gewohnt dirigieren konnte, in der physischer werdenden Partie, doch die Gäste blieben hartnäckig und trafen weiter konstant. Im Ergebnis bringt das Alba auf Platz 15 der Tabelle. „Wir müssen weiter hart arbeiten, zusammenhalten und aus den Niederlagen lernen“, sagte Tim Schneider und mahnte seine Kollegen, die Ruhe zu bewahren.

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