Für optimistische Wetten standen die Zeichen keineswegs gut, denn es trafen zwei Klubs mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen aufeinander. Der Letzte der vergangenen Euroleague-Saison empfing den Sieger, und während Panathinaikos Athen wieder als das stärkste Team der Königsklasse eingeschätzt wird, trauen viele Alba Berlin erneut nicht mehr als den letzten Platz zu. Insofern hielt sich das Überraschungspotenzial in sehr deutlichen Grenzen.

Die Berliner mühten sich aber, den gefühlten Abstand zwischen den beiden Basketballklubs im Ergebnis etwas enger zu gestalten. Letztlich hatte die Mannschaft von Trainer Israel Gonzalez gegen den Champion zwar wenig zu bieten, was diesen beeindruckt hätte. Doch Alba zeigte viel Kampfgeist, hatte immer wieder starke Phasen. „Wenn wir dran waren, haben wir leider leichte Würfe zugelassen. Das haben sie genutzt“, sagte Will McDowell-White zum 77:87 (36:45) vor 11.856 Zuschauern in der Uber Arena beim Start in die Euroleague-Saison.

Alba Berlin ist vor allem unter den Körben sehr stark

Alba musste erneut ohne eine ganze Reihe von verletzten Spielern auskommen und tat sich anfangs sehr schwer. Im Spiel untereinander gab es wenig Bindung, hinzukamen schwache Würfe vor allem von jenseits der Dreierlinie. So geriet das Team schnell in einen zweistelligen Rückstand, Athen musste wenig investieren, um die Partie erwartungsgemäß zu bestimmen.

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Allerdings arbeiteten sich die Berliner ins Spiel, zeigten vor allem unter den Körben einen leidenschaftlichen Einsatz und eroberten viele Rebounds. Das gab ihnen auf der einen Seite etwas Sicherheit, auf der anderen Seite den Mut, das Spiel mehr an sich zu reißen und schneller zu agieren. Damit verkürzte Alba zunächst auf fünf Zähler (32:37/16.), später sogar auf zwei (54:56/29.). Die Kontrolle verloren die Griechen, die im Mai in Berlin den Titel gewonnen hatten, jedoch trotz einiger Abstimmungsprobleme nicht.

Insofern blieb für die Berliner festzuhalten, dass Zugang McDowell-White bei seiner Euroleague-Premiere einen guten Eindruck hinterließ und mit 13 Punkten sogar bester Werfer von Alba war. Trevion Williams trug bei seinem ersten Euroleague-Auftritt ebenso erfreuliche elf Zähler bei zu einer mannschaftlich geschlossenen Darbietung. Das Ziel von Alba, sich im Vergleich zur Vorsaison zu verbessern und den letzten Platz sowie fünf Siege zu überbieten, wirkt nach dieser Präsentation vielleicht nicht mehr ganz so utopisch wie davor.

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