Als die Uhr herunter tickte, begann kurzzeitig noch einmal das Zittern. Der Vorsprung schmolz, doch als Tim Schneider wenige Sekunden vor dem Ende seine beiden Freiwürfe versenke, verscheuchte er auch alle Zweifel an Alba Berlins erstem Saisonsieg in der Basketball-Euroleague. Vor 7044 Zuschauern in der Uber Arena erarbeitete sich der deutsche Vizemeister gegen Asvel Villeurbanne ein 84:79 (36:36). „Mit dem Ende bin ich nicht ganz glücklich, ich hätte das Spiel gern früher abgehakt. Aber wichtig ist, dass wir gewonnen haben“, sagte Kapitän Martin Hermannsson.
Wenn es für Alba in der internationalen Elite Gegner gibt, mit denen man sich auf mehr oder minder einer Ebene wähnen kann, dann zählt sicher Asvel zu diesen wenigen Klubs in der Euroleague. Was den Druck auf die Mannschaft bei den Duellen in gewisser Weise erhöht. Denn aus Wahrscheinlichkeit soll Realität werden. Was vielleicht nach dem jüngsten Spiel von Alba eher nicht ganz logisch klingt, denn nur mit äußerst viel Glück entgingen die Berliner im Pokal-Achtelfinale am Sonntag beim Zweitligisten Craislheim einem Desaster.
Viele Unterbrechungen halten Alba Berlin nicht auf
Doch am Dienstag waren die Voraussetzungen andere, die Bedeutung der Partie war allen Profis klar. Ebenso wusste Alba, dass die Franzosen bereits nach zwei Spielen in der Königsklasse einen Erfolg verbuchen konnten. Am dritten Spieltag sollte es für das Team von Trainer Israel Gonzalez, das als eine von vier Mannschaften noch ohne Sieg war, auch so weit sein.
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Zunächst hatten die Berliner in einer unruhigen Startphase mit einigen Unterbrechungen keine Probleme, in die Partie zu finden. Zwar klappte es aus der Distanz kaum, doch da sich der Kontrahent nicht besser anstellte, konnte Alba mit guten Aktionen unter dem Kord zunächst davonziehen. Doch die anfänglich gute Defensive erlaubte den Gästen schließlich ebenso den Zugang zur Zone, wodurch es mit einem 36:36 in die Pause ging.
Beide Teams waren sich in vielem ähnlich, hatten immer wieder Probleme, den Ball gut an den Mitspieler zu bringen oder sich Vorteile zu erkämpfen. Oft störte auch die aussetzende Technik, die immer wieder falsche Spielstände anzeigte und so Unterbrechungen verursachte, den Fluss in der Partie. Doch Alba schüttelte die Umstände schneller ab, setzte sich vor allem dank des starken Regisseurs Martin Hermannsson ab und konnte schließlich den ersten Sieg in dieser Euroleague-Saison feiern.



