Trotz des positiven Corona-Tests beim Berliner Paarläufer Nolan Seegert wird die deutsche Eiskunstlauf-Mannschaft beim olympischen Teamwettbewerb am Freitag in Peking an den Start gehen. Das bestätigte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Donnerstag. "Damit will man den anderen Läufern die Chance geben, am Wettbewerb teilzunehmen", sagte DOSB-Sprecherin Eva Werthmann auf Anfrage.

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Der 29 Jahre alte Seegert befindet sich in einem Isolations-Hotel. Nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig.
Sollte der Berliner diese Voraussetzungen erfüllen, könnte er mit Partnerin Minerva Hase wie geplant am 18. und 19. Februar im Paarlauf-Wettbewerb antreten. Die EM-Achten hatten sich bei ihrer russischen Trainerin Anjelika Krilowa in Sotschi auf Olympia vorbereitet.
Seegerts Eiskunstlauf-Partnerin Minerva Hasee vom Team separiert
Minerva Hase wurde nach dem positiven Corona-Test von Nolan Seegert offiziell als Kontaktperson eingestuft, teilte der Deutsche Olympische Sportbund mit.
Die 22 Jahre alte Berlinerin wohne in einem separaten Zimmer im olympischen Dorf und dürfe aber trainieren. Hase muss sich nun zweimal am Tag einem PCR-Test unterziehen. Wenn die Ergebnisse sieben Tage lang negativ sind, werden die Einschränkungen danach wieder aufgehoben.
- Podcast "Helden der Hauptstadt": Die Angst reist mit - Morgenpost-Sportredakteurin Inga Bödeling im Gesprächh mit Minerva Hase und Nolan Seegert
Im deutschen Team gibt es im Zusammenhang mit dem Corona-Fall Seegert einen sogenannten "Close Contact" mit einem weiteren Mitglied der Teilmannschaft Eiskunstlauf. Dabei handelt es sich nach DOSB-Angaben aber nicht um Hase.
Erstaunt über den positiven Test seines Teamkollegen zeigte sich Eistänzer Tim Dieck. „Wir sind bei der gemeinsamen Einreise alle negativ getestet worden. Und dann war der nächste Test von Nolan positiv“, sagte der zweimalige deutsche Meister verwundert.
Für Nolan Seegert und Minerva Hase gibt es keinen Ersatz
Die Möglichkeit, als Ersatz für Seegert und Hase ein Paar aus Deutschland einfliegen zu lassen, hätte wegen der Kürze der Zeit nicht wahrgenommen werden können, hieß es seitens des DOSB. Infrage gekommen wären die Berliner Annika Hocke und Robert Kunkel. Deutschland war bei der Team-Premiere 2018 in Pyeongchang Siebter geworden. Antreten werden in Peking Nicole Schott, Paul Fentz und die Eistanzpaar Katharina Müller und Tim Dieck.
Eigentlich ist in den Regularien des Eislauf-Weltverbandes ISU festgeschrieben, dass alle vier Disziplinen (Männer, Frauen, Paarlauf, Eistanz) besetzt werden müssen. Dieses Kriterium kann die Deutsche Eislauf-Union (DEU) nach dem aktuellen Ausfall von Seegert und seiner Partnerin Minerva Hase nun nicht mehr erfüllen.
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SID/dpa







