Den Besuch in der Kirche hat Martin Buchwieser dieses Jahr gestrichen. „Dafür bleibt einfach keine Zeit“, so der Stürmer der Eisbären Berlin. Direkt nach dem Spiel in Krefeld, das der EHC am Freitag nach Verlängerung mit 4:3 gewann, machte sich Buchwieser auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen, um Weihnachten mit seiner Familie zu verbringen. Doch bereits am Montag wird er in Berlin zurückerwartet. Am Dienstag empfangen die Eisbären die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven (16.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena).

Die Kirchenglocken läuten für Buchwieser zum Fest also nicht, aber immerhin auch keine Alarmglocken. Mit dem Sieg in Krefeld haben die Eisbären nach zuvor drei Partien ohne Punkt wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Dieses Mal gingen sie früh in Führung, was ihnen seit acht Spielen nicht mehr gelungen war; laut Trainer Uwe Krupp war das erste Drittel sogar „das beste, das wir diese Saison gegen Krefeld gespielt haben.“

Allerdings kamen die Gastgeber noch mal zurück, weil genau das passierte, was Stürmer Marcel Noebels bereits vorm Spiel kritisiert hatte: „Wir bekommen zu viele Strafzeiten und müssen zu oft in Unterzahl spielen. Das kostet jedes Mal viel Kraft.“ Beide Tore für Krefeld fielen im Powerplay. Mit einer Quote von 78,5 Prozent stellen die Berliner nun das zweitschlechteste Unterzahlspiel der Liga. Das muss schon am Dienstag besser werden. Denn der nächste Gegner aus Bremerhaven ist mit einem Mann mehr auf dem Eis besonders gefährlich.