Tennis

Schwach: Lisicki und Kerber verlieren in Indian Wells

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Sabine Lisicki verliert gegen die Schwedin Johanna Larsson 7:5, 4:6, 2:6

Sabine Lisicki verliert gegen die Schwedin Johanna Larsson 7:5, 4:6, 2:6

Foto: Paul Buck / dpa

Das Hartplatzturnier läuft für die deutschen Frauen enttäuschend. Nach der Berlinerin ist auch die Australien-Open-Siegerin draußen.

Indian Wells.  Die deutschen Frauen haben zwei schwarze Tage beim Tennis-Turnier in Indian Wells erlebt. Nachdem Vorjahres-Halbfinalistin Sabine Lisicki und Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic am Freitag genauso in der zweiten Runde ausgeschieden waren wie Außenseiterin Laura Siegemund und Carina Witthöft, erwischte es am Sonnabend ausgerechnet Angelique Kerber.

Die Weltranglistenzweite aus Kiel verlor ihr Auftaktmatch gegen die Tschechin Denisa Allertova nach 1:38 Stunden mit 5:7, 5:7. Im Februar in Doha hatte Kerber ebenfalls zum Auftakt gegen die Chinesin Saisai Zheng den Kürzeren gezogen.

Pause, um sich an die Weltranglistenposition zu gewöhnen

Dabei war die 28-Jährige mit großen Erwartungen und Vorsätzen bei dem Millionenturnier in der kalifornischen Wüste angetreten. In Indian Wells, wo sie 2012 und 2013 jeweils das Halbfinale erreicht hatte, wollte Kerber an ihren Erfolg von Melbourne anknüpfen. Nach Doha hatte sie sich noch einmal „fünf oder sechs Tage Pause“ gegönnt, um sich „endgültig an den Gedanken zu gewöhnen, dass ich die Nummer zwei der Welt bin“.

Nun bleiben Kerber erneut ein paar Tage Zeit, ehe am 22. März das Turnier in Miami beginnt. Die Nummer zwei könnte sie möglicherweise bis dahin verlieren, immerhin trennen sie von der drittplatzierten Agnieszka Radwanska in der Weltrangliste nur 250 Punkte. Die in Indian Wells an Nummer drei gesetzte Polin steht bereits in der dritten Runde, in der sie auf die Rumänin Monica Niculescu trifft.

Während Kerber ihr Spiel in zwei Sätzen abgab, erlebte Sabine ein hart umkämpftes Match – sie verlor nach gewonnenem ersten Durchgang noch 7:5, 4:6, 2:6 gegen die Schwedin Johanna Larsson, die im neunten Spiel des Jahres für Lisickis fünfte Niederlage sorgte.

Enttäuschte Petkovic

Nachdem Petkovic zuvor in Dubai das Viertelfinale und in Doha das Halbfinale erreicht hatte, stolperte sie nun mit 7:5, 4:6, 5:7 gegen die Tschechin Barbora Strycova. „Es waren sehr schwere äußere Bedingungen, mit denen sie letztlich besser klar gekommen ist. Das Match ist einfach nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte“, sagte die Darmstädterin.

Eine Regenunterbrechung sowie mitunter starker Wind machten ihr sichtlich zu schaffen. Petkovic sprach von einer „schweren Schlacht“.

Branchenprimus Serena Williams war für Laura Siegemund erwartungsgemäß mindestens eine Nummer zu groß. In ihrem ersten Turnier-Match seit der Finalniederlage bei den Australian Open gegen Angelique Kerber brauchte Williams nur 63 Minuten für den 6:2, 6:1-Sieg gegen die Weltranglisten-79. aus Metzingen. Nach 83 Minuten war Carina Witthöfts Duell mit Jelena Jankovic aus Serbien vorbei. Die Hamburgerin verlor gegen die einstige Nummer eins der Welt 1:6, 3:6.

( sid/dpa )