Doping

Diese Russen: Nach Scharapowa Eisschnelllauf-Star gedopt

Nach Maria Scharapowa sind zwei weitere Russen des Dopings überführt worden. Mit Pawel Kulischnikow erwischte es einen Weltmeister.

Pawel Kulischnikow wurde vor zwei Wochen Weltmeister im Sprint-Mehrkampf

Pawel Kulischnikow wurde vor zwei Wochen Weltmeister im Sprint-Mehrkampf

Foto: Martin Schutt / picture alliance / dpa

Moskau.  Nach dem Doping-Skandal um Weltklasse-Tennisspielerin Maria Scharapowa sind russischen Medien zufolge zwei weitere Spitzensportler des Landes positiv auf Meldonium getestet worden.

Der fünffache Sprint-Weltmeister im Eisschnelllauf, Pawel Kulischnikow, sowie der Olympiasieger im Shorttrack, Semjon Jelistratow, seien vorläufig suspendiert worden, meldete die Agentur R-Sport unter Berufung auf informierte Kreise.

Kulischnikow hatte erst vor zwei Wochen in Seoul den WM-Titel im Sprint-Mehrkampf gewonnen. Nach dem Doping-Befund wird er bei gleichem Befund der B-Probe die Goldmedaille abgeben müssen.

„Das ist ein böser Scherz“

Nico Ihle würde damit auf Platz drei aufrücken und damit die erste Medaille der deutschen Eisschnellläufer in diesem Winter holen. „Das wäre der Wahnsinn“, sagte der Chemnitzer am Dienstag.

Kulischnikows Trainer Dmitri Dorofejew bestätigte die positive A-Probe seines Sportlers. Nun werde auf das Ergebnis der B-Probe gewartet. „Das ist ein böser Scherz“, sagte er der Agentur Tass. Kulischnikow habe schon seit einem Jahr kein Meldonium mehr genommen, sagte Dorofejew.