Box-Pleite

Vincent Feigenbutz gibt sich kleinlaut: „Hat nicht gereicht“

Der 20-Jährige findet keine Erklärung für seine Niederlage gegen De Carolis. Hoffnung macht allerdings eine Tatsache.

Vincent Feigenbutz verlor in der 11. Runde gegen Giovann de Carlis nach technischem K.o.

Vincent Feigenbutz verlor in der 11. Runde gegen Giovann de Carlis nach technischem K.o.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Offenburg.  Nach der größten Pleite seiner noch jungen Boxkarriere setzte Vincent Feigenbutz auch im verbalen Nachspiel nicht die gewohnten Wirkungstreffer. Ungewohnt kleinlaut gab der 20-Jährige nach dem technischen K.o. in der 11. Runde gegen den Italiener Giovanni De Carolis zu, dass „meine Leistung einfach nicht gereicht hat“.

Woran es gelegen hat, dass er sich nicht zum jüngsten deutschen Weltmeister der Geschichte krönen konnte? „Ich weiß es nicht genau.“ Und sein Trainer Hansi Brenner meinte in der Nacht zum Sonntag in Offenburg: „Irgendwie hat irgendwie alles gefehlt.“

Feigenbutz wirkte auch lange nach der klaren Niederlage noch völlig K.o. Vom Podium der Pressekonferenz blickte er mit seinen geschwollenen Augen in die Runde. Der sonst nicht gerade für seine Bescheidenheit bekannte Karlsruher hatte sich längst mit der Pleite abgefunden.

Kritische Worte von Wilfried Sauerland

Für Erleichterung im Lager des Super-Mittelgewichtlers sorgte die Tatsache, dass im Vertrag wohlweislich eine Option für einen Rückkampf des Rückkampfes verankert worden war. Das De-Carolis-Management stimmte zu, der Trilogie steht nichts im Wege. „Ich habe Giovanni ein Re-Match gegeben, er wird mir eines geben – und im dritten Kampf wird es entschieden“, sagte Feigenbutz.

Kritische Worte musste sich „Iron Junior“, der als Heilsbringer des hierzulande taumelnden Profi-Boxens aufgebaut werden soll, von Promoter Wilfried Sauerland gefallen lassen. „Wir müssen uns Gedanken machen, warum noch nicht mal das gehalten werden konnte, was Vincent beim letzten Mal gezeigt hat“, sagte Sauerland.

Er machte aber auch klar, dass der Glaube an eine große Profi-Karriere des Feinmechaniker-Azubis der Karlsruher Stadtwerke nach wie vor groß ist. „Der Traum, dass er der jüngste Weltmeister wird“, betonte das Promoter-Urgestein, „der ist noch nicht ausgeträumt.“