Den in dieser Form zum letzten Mal ausgespielten Supercup hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft gewonnen. 29:20 gegen Brasilien, 37:26 gegen Serbien und zum Abschluss in Kiel ein 31:28 (17:11) gegen Slowenien: „Wir können sehr zufrieden sein“, sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Die Erfolge geben Rückenwind für größere internationale Aufgaben.

Bei denen will Berlin offenbar nicht mehr in der ersten Reihe stehen. Die WM der Männer 2019 könnte ohne die deutsche Hauptstadt stattfinden. Wegen Verstimmungen im Zusammenhang mit der Entscheidung des Deutschen Handballbundes (DHB) für Hamburg als Olympia-Kandidat will Berlin sich nicht als Spielort bewerben.

„Ich sehe diese Gefahr“, sagte Bob Hanning, DHB-Vizepräsident für Leistungssport und Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin. „Es gab ein Schreiben von der Sportverwaltung, dass Berlin von einer Bewerbung für Weltmeisterschaften absehen würde“, sagte der Vizepräsident für Organisation, Rolf Reincke. Zuerst hatte das Magazin „Handball inside“ auf seiner Internetseite darüber berichtet.

Hanning: „Natürlich gehört der Handball in die Hauptstadt“

Der DHB will dies abwenden. „Wir als DHB müssen auf Berlin zugehen“, sagte Reincke, „das Eröffnungsspiel in Berlin und das Finale in Kopenhagen waren schon immer gesetzt.“ Bislang sind die Planungen nicht konkret. „Aber wenn es eine Ausschreibung gibt, wollen wir natürlich, dass Berlin sich bewirbt.“

Anfang kommenden Jahres soll es ein Gespräch des neuen DHB-Präsidenten Andreas Michaelmann und des Generalsekretärs Mark Schober mit den Verantwortlichen in Berlin geben. „Mit dem Wechsel im Präsidium gibt es eine Chance für Handball in Berlin. Natürlich gehört der Handball in die Hauptstadt“, sagte Hanning.

Die Frauen-WM 2017 findet aber bereits ohne Berlin statt. Die Hauptstadt hatte sich nicht als Austragungsort beworben. Vielleicht tut das ja jetzt Hamburg.

BM