Hertha BSC

Torwart Thomas Kraft stellt sich selbst auf

„Thomas macht Fortschritte, heute war er Laufen“, sagt Trainer Pal Dardai. Die nächste Verantwortung wartet schon am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach.

Foto: Simon Hofmann / Bongarts/Getty Images

Beim ersten Training der Woche fehlte Thomas Kraft. Der Torwart von Hertha BSC laboriert nach wie vor an den Folgen einer Rippenprellung, die sich Kraft in der vergangenen Woche zugezogen hatte. „Thomas macht Fortschritte, heute war er Laufen“, berichtete Trainer Pal Dardai am Dienstag.

Kraft, 26, ist seit vier Jahren die Nummer Eins im Tor des Fußball-Bundesligisten. Vor der Partie am vergangenen Sonnabend beim FC Bayern (0:1) musste er kurzfristig passen. Stattdessen lieferte Sascha Burchert, 25, eine gute Leistung in der WM-Arena, auf der Bank saß Youngster Marius Gersbeck, 19.

„Wir haben keine Not im Tor“

Die nächste Herausforderung wartet auf Hertha am Sonntag, wenn Borussia Mönchengladbach im Olympiastadion antritt (17.30 Uhr). Dardai legt die Verantwortung in die Hände von Kraft. „Thomas ist ein ernsthafter, zuverlässiger Junge. Wenn er sagt, dass er spielen kann, kann er spielen.“

Allerdings gab der Trainer zwischen den Zeilen zu verstehen, dass Kraft nicht erst am Sonnabend zum Abschlusstraining erscheinen möge. „Wir haben keine Not im Tor, um da ein Risiko zu gehen“, sagte Dardai. „Mit Sascha und Marius haben wir zwei weitere gute Torwarte.“ Kraft hat seit seiner Ankunft im Sommer 2011 in Berlin von Herthas 141 Pflichtspielen 128 absolviert.

Gegen den Tabellen-Dritten steht auch Änis Ben-Hatira wieder zur Verfügung. Der offensive Mittelfeldspieler hatte nach seinem auskuriertem Muskelfaserriss wegen Trainingsrückstands beim Auswärtsspiel in München noch nicht im Kader gestanden. Seit Wochenbeginn kann der Deutsch-Tunesier die Belastung jedoch wieder erhöhen. Hertha-Trainer Pal Dardai stellte Ben-Hatira einen Teilzeiteinsatz gegen Mönchengladbach in Aussicht. „Änis spielt maximal eine Halbzeit, mehr schafft er noch nicht“, sagte Dardai.