Basketball

Krawalle: Alba muss 40.000 Euro Strafe zahlen

Die Geldbuße gibt es wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen während der Ausschreitungen beim Europaliga-Spiel gegen Galatasaray. Härter traf es aber den Gegner, und das hatte einen Grund.

Die Zuschauer-Krawalle vor dem Basketball-Europaliga-Spiel zwischen Alba Berlin und Galatasaray Istanbul am 19. März in der O2 World haben für beide Klubs ein Nachspiel: Das unabhängige Disziplinar-Gericht der Europaliga hat Alba wegen Vernachlässigung der Sicherheitsvorkehrungen zu einer Strafe von 40.000 Euro verurteilt. Istanbul, deren Fans für Schlägereien und Zerstörungen (Sitze im Wert von 35.000 Euro gingen zu Bruch) gesorgt hatten, hat 30.000 Euro zu berappen. Zudem muss Galatasaray sein nächstes Heimspiel ohne Zuschauer austragen.

Fan niedergestochen

Der türkische Klub gilt als Wiederholungstäter. Nicht zum ersten Mal wurden Galatasaray-Hooligans auffällig. Vor einigen Monaten wurde vor der Halle in Istanbul ein Fan von Roter Stern Belgrad niedergestochen, er starb später im Krankenhaus. Die Europaliga stellte in seiner Urteilsbegründung klar, dass bei der Strafbemessung für Alba positiv mit eingeflossen sei, dass der Berliner Klub sich bisher vorbildlich verhalten habe. Alba wird nun die 22-seitige Urteilsbegründung prüfen, es gilt eine Einspruchsfrist von zehn Tagen.