Pokal-Sensation

Gegen Hoffenheim wird Cakmak mit Bandage zum Held

Beim 4:0-Erfolg des Berliner AK traf Metin Cakmak zweimal. Dabei hatte er kurz vor dem Spiel noch mit einer blutenden Kopfwunde zu kämpfen.

Foto: DAPD

Er ließ sich auch von einer blutenden Wunde über dem Auge nicht aufhalten. Metin Cakmak, geboren am 7. 7. 1987, Mittelfeldspieler beim Berliner AK, einem Fußball-Viertligisten aus der Hauptstadt.

Der Student der Medieninformatik erzielte den ersten und auch den letzten Treffer beim denkwürdigen 4:0-Pokalcoup gegen 1899 Hoffenheim. Viel Zeit zum Jubeln mit seinen überglücklichen Teamkollegen blieb dem Angreifer nicht. Der Flieger stand bereit. Cakmak trat am Sonnabend im ZDF-Sportstudio auf. „Dass es so klar wird, hätte ich nicht gedacht“, meinte er dort.

Schon vor dem Match hatte Cakmak von sich Reden gemacht. Es gebe keinen Hoffenheimer Spieler, um dessen Trikot man sich schlagen müsse. „Sie sind nicht Barcelona.“ Sein eigenes Trikot mit der Nummer 18 dürfte indes beim BAK zum Sammlerobjekt werden.

Dabei mussten die Betreuer tricksen. Denn unmittelbar nach seinem Tor zum 1:0 erlitt Cakmak eine Wunde an der Augenbraue. Er blutete und bekam einen Kopfverband. Cakmak musste aber auch das Trikot wechseln. Weil kein zweites mit der Nummer 18 parat war, bastelten die Betreuer mit ein paar roten Klebestreifen aus der 16 eine 18 und er durfte wieder ran. Auf die Frage, ob es das „Spiel seines Lebens“ gewesen sei, antwortete Cakmak: „Ja, auf jeden Fall.“