Erstes Training

Rehhagel gibt Hertha-Einstand im dichten Schnee

Im dichten Schneetreiben und von rund 300 Fans beobachtet hat Otto Rehhagel am Dienstagmorgen seine Trainingsarbeit beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in Berlin aufgenommen. Die Spieler lobten Rehhagels "enorme Erfahrung".

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Mit einer halbstündigen Ansprache an die Mannschaft hat der neue Hertha-Coach Otto Rehhagel seine Mission Klassenverbleib eingeleitet. Vor dem ersten Training beim Berliner Fußball-Bundesligisten am Dienstag versammelte der 73-Jährige die Spieler in der Kabine und schwor sie auf die verbleibenden Partien im Abstiegskampf ein. Es gehe darum, „unnötige Kriegsschauplätze“ zu vermeiden, hatte Rehhagel bereits bei seiner Präsentation am Sonntag unterstrichen.

Kurz nach 10 Uhr schickte Rehhagel das Team dann im dichten Schneetreiben auf den Trainingsplatz. Eingepackt in einen langen Daunenmantel beobachtete der Coach seine Schützlinge. Die Einheit auf dem schneebedeckten Platz, die mit einem internen Trainingsspiel begann, leiteten seine Assistenten René Tretschok und Ante Covic.

Längeres Engagement in Berlin denkbar

Rehhagel kann sich über den Trainerposten hinaus ein längeres Engagement beim Berliner Fußball-Bundesligisten vorstellen. Zwar ist der Vertrag des 73-Jährigen als Coach bis zum Ende der laufenden Saison begrenzt, der „Bild“-Zeitung (Dienstagausgabe) verriet Rehhagel aber, dass das nicht zwangsläufig hieße, „dass meine Karriere damit beendet sein muss. Wenn man mich um Hilfe bittet, könnte ich mir auch eine Rolle als sportlicher Berater vorstellen.“

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer schließt eine weitere Beschäftigung Rehhagels, der von 1963 bis 1966 für den Hauptstadtklub spielte und den Verein nun vor dem Abstieg in die Zweite Liga bewahren soll, nicht aus. „Es hat sich gezeigt, dass uns Otto Rehhagel in der Vergangenheit immer verbunden war“, sagte Gegenbauer der „Bild“. „Es liegt jetzt an uns, seine Erfahrung auch in Zukunft für Hertha BSC zu nutzen.“