Twitter-Fehler

Bei der Entschuldigung foult Jones nur Reus' Namen

"Ich habe einen Fehler gemacht, den ich auch sehr bedauere", twittert Jermaine Jones über sein Foul an Marco Reus – dessen Namen er falsch schreibt.

Jermaine Jones vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 hat sich bei Nationalspieler Marco Reus persönlich für seinen Fußtritt im Pokal-Achtelfinale bei Borussia Mönchengladbach (1:3) entschuldigt. „Ich habe mit Marco Reuss telefoniert und das Ding aus der Welt geschafft. Ich habe einen Fehler gemacht, den ich auch sehr bedauere“, twitterte der US-Nationalspieler.

Und: „Ich will mich für die Aktion in der 6. min in Gladbach nochmal bei allen entschuldigen! Vor allem bei Marco Reuss.“ Der von Jones so böse attackierte Reus wird wohl auch die falsche Schreibweise seines Nachnamens entschuldigen. Laut „Bild“-Zeitung soll Jones aus dem Urlaub in den USA mit Reus telefoniert haben.

Jones hatte Reus in dem Spiel vorsätzlich auf den bereits lädierten linken Fuß getreten. Der Mittelfeldspieler muss eine Sperre fürchten, da Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) die Szene nicht gesehen hatte und der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) deswegen nachträglich ein Untersuchungsverfahren eingeleitet hat.

Außerdem beschäftigt der Fall auch die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach, nachdem bis Freitagmorgen gegen den Schalker Profi vier Anzeigen wegen Körperverletzung oder schwerer Körperverletzung bei der Behörde eingegangen waren.

Für Borussia Mönchengladbach sei die Sache bereits unmittelbar nach dem Spiel erledigt gewesen, sagte der Gladbacher Pressechef Markus Aretz: „Und die Anzeigen kommen weder vom Verein noch von Marco Reus. Wir haben damit nichts zu tun.“ Die Gerichtsbarkeit obliege einzig und allein dem DFB-Kontrollausschuss.

Reus selbst hielt sich mit Vorwürfen ebenfalls zurück. „Wenn er meint, er hat das nötig, dann soll er das machen“, hatte der Stürmer nach dem 3:1 gegen den Pokal-Titelverteidiger Schalke gesagt. Trotz des üblen Tritts war Reus der Gladbacher Pokalheld und steuerte zwei Tore zum Erfolg bei. Trainer Lucien Favre ging dagegen mit Jones ins Gericht: „Das ist leider keine Überraschung für mich. Das ist typisch Jones. Das ist nicht Fußball“, sagte der Schweizer.