Schwimm-Weltcup in Berlin

Britta Steffen macht den ersten Schritt zum Comeback

Finale erreicht: Beim Vorlauf über 50 Meter Freistil schlug Schwimmstar Britta Steffen als Zweite an. Nach dem ersten Rennen seit Juli zeigte sich die Berlinerin deutlich gelöst.

Die Erleichterung war groß, die Erkenntnis, es noch zu können, beruhigend. Und als Britta Steffen durchgeschnauft hatte, da lächelte sie auch wieder und gab ihrem Trainer Norbert Warnatzsch ein Küsschen auf die rechte Wange. Drei Monate nach der enttäuschenden WM in Shanghai ist die Olympiasiegerin am Sonnabend wieder aufgetaucht. Beim Schwimm-Weltcup an der Landsberger Allee belegte Steffen über 50 Meter Freistil in guten 24,07 Sekunden Platz zwei hinter der überragenden Schwedin Therese Alshammar (23,67).

„Ich war schon sehr angespannt“, sagte die Berlinerin, „aber die Zeit ist in Ordnung, zumal ich gerade eine sehr intensive Trainingsphase hinter mir habe. Die Tendenz geht nach oben. Und gegen Therese ist zurzeit kein Kraut gewachsen.“ Freude über den guten Saisoneinstieg herrschte auch bei Warnatzsch.

Olympiavorbereitung läuft nach Plan

„Ich bin sehr zufrieden, im Laufe der ersten Periode der Olympiavorbereitung ist alles in Ordnung.“ Das gilt auch für Steffens Lebensgefährten Paul Biedermann. Über 400 Meter Freistil wurde der Weltrekordhalter aus Halle an der Saale seiner Favoritenrolle gerecht und siegte souverän in 3:41,19 Minuten.

Die Rennen verfolgte vom Beckenrand aus auch Dirk Lange. Wie immer mit Stoppuhr in der Hand. Nach außen zeigte sich der Bundestrainer unbeeindruckt von der verbandsinternen Diskussion um seine Zukunft. „Ich bin der einzige, der klar ist. Mein Vertrag läuft bis Ende 2012“, sagte er gelassen. „Wenn man mich nicht mehr haben will oder einen anderen Weg gehen will, habe ich grundsätzlich keine Probleme damit. Dann muss man sich einigen.“ Die Trennung soll bereits beschlossen sein und zeitnah vollzogen werden. Für Lange stehen die Athleten im Vordergrund: „Für mich ist es wichtig, dass die Mannschaft keinen Schaden nimmt. Wenn man eine gemeinsame Basis findet, könnte es ganz schnell gehen. Ich bin ein Typ, der eine klare, deutliche Lösung bevorzugt und kein Wischiwaschi.“