Weltcup

Britta Steffen Vorlauf-Zweite in Berlin

Schwimmstar Britta Steffen hat sich bei ihrer Rückkehr drei Monate nach der enttäuschenden WM keine Blöße gegeben. Die Doppel-Olympiasiegerin schlug beim Kurzbahn-Weltcup in ihrer Heimatstadt Berlin im Vorlauf über 50 m Freistil in 24,29 Sekunden an und erreichte damit als Zweite locker das Finale am Samstagnachmittag.

Knapp drei Monate nach ihrer WM-Enttäuschung ist Britta Steffen beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin ohne Probleme ins Finale über 50 Meter Freistil geschwommen. Die Doppel-Olympiasiegerin war als Zweite am Samstag in 24,29 Sekunden 3/100 langsamer als die Britin Francesca Halsall. „Das war ganz okay für den Vorlauf, aber ich muss noch schneller werden“, sagte die 25-Jährige. Auch Daniela Schreiber als Vierte und Dorothea Brandt als Siebte qualifizierten sich für das Finale.

Steffen wird sich nach den Endläufen mit Vertretern der Deutschen Schwimmjugend treffen. Nach längeren Verhandlungen wird sie sich in einem Jugend-Projekt als Schirmherrin engagieren. Eine Geldstrafe als Folge ihrer vorzeitigen WM-Abreise aus Shanghai hatte sie abgelehnt.

Weltrekordler Paul Biedermann war über 400 Meter Freistil in 3:44,85 Minuten Vorlaufschnellster vor dem Magdeburger Christian Kubusch (3:36,20). „Das war für den Vorlauf schon etwas schnell, aber vor eigenem Publikum setzt man sich selbst immer etwas mehr unter Druck“, sagte Biedermann. Der im Vorfeld als sein großer Konkurrent gehandelte Franzose Yannick Agnel schwamm in kurzer Badehose fast 14 Sekunden langsamer als Biedermann. „Meine Trainer wollten das so, zudem sollte ich bei den Wenden etwas ausprobieren, ich komme aus dem vollen Training“, sagte der 19-Jährige zu seiner Leistung.

US-Superstar Michael Phelps gab sich bei seinem zweiten Auftritt in Berlin nach 2009 als Vorlaufschnellster über 100 Meter Lagen hingegen keine Blöße. An Marco Koch (Darmstadt) kam über 200 Meter Brust keiner vorbei. Mit der zweitschnellsten Vorlaufzeit über 200 Meter Freistil überzeugte auch Daniela Schreiber (Halle/Saale). In

1:55,19 Minuten lag sie 8/100 Sekunden hinter Favoritin Allison Schmitt aus den USA. Silke Lippok (Pforzheim) ist als Fünfte im Finale dabei. Bundestrainer Dirk Lange war am Beckenrand ungeachtet der Diskussion um seine vorzeitige Ablösung nach außen hin gut gelaunt.