"Auszeit"

Opium mit Raul oder streikfreie untere Ligen

Streikgeplagte Fans aus Spanien haben einige Möglichkeiten. Sie müssen nur ein paar Hinweise beachten und mit etwas Glück gibt's Raul.

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Den Urlaub beendet, das Wochenende freigehalten, die Vorfreude wachsen lassen und jetzt das: Spaniens Fußballvolk muss zum geplanten Saisonstart auf sein Opium verzichten, die erste Runde fällt einem Spielerstreik zum Opfer. Muße statt Messi, was bloß machen mit all der Zeit?

Positiv betrachtet gibt der vorerst unbefristete Ausstand den Spaniern die Chance, ein paar Dinge zu erledigen, die sie vielleicht schon lange erledigen wollten – sie kommen bei neun verschiedenen Anstoßzeiten ja sonst zu gar nichts mehr. Die Familie besuchen. Mal wieder beim Lokalklub auf dem Dorfplatz vorbeischauen, in den unteren Ligen wird nicht gestreikt. Oder: Endlich mit diesem Deutsch-Lernen anfangen.

Manche Kommunen bieten ihren Bürgern sogar kostenlose Kurse an – als Emigrationshilfe, bei der schlimmen Wirtschaftslage momentan. Aber fürs Wochenende empfiehlt sich vielleicht erst mal ein entspannterer Weg des Erstkontakts mit der möglichen neuen Heimat, denn da ist der Fußball ja auch wichtig.

Fernseher einschalten, Livestream anwerfen. Mit ein bisschen Glück gibt es den Landsmann Raul zu sehen , wenn der nicht auch streikt beziehungsweise schon wieder von seinem Arbeitgeber ausgesperrt wird. Für den ästhetischen Gesamteindruck empfehlen wir, Flugobjekte aus der Kölner Fankurve geflissentlich zu übersehen. Und nicht irritieren lassen, liebe Spanier, wenn es im Hintergrund dauernd fiept! Der Fernseher ist nicht kaputt. Das sind nur die Hoffenheimer .