Hooligan-Attacke

DFB ermittelt nach BFC-Dynamo-Randale in Berlin

Nach den schweren Ausschreitungen im DFB-Pokal treibt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Aufarbeitung weiter voran. Wie lange die Untersuchung noch dauern wird und welche Strafe dem Berliner Verein droht, ist jedoch noch unklar.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) treibt die Aufarbeitung der schweren Ausschreitungen bei der Erstrunden-Pokalpartie zwischen dem BFC Dynamo und dem 1. FC Kaiserslautern weiter voran. Wie ein DFB-Sprecher am Dienstag sagte, liegt dem Kontrollausschuss der Bericht der Sicherheitsaufsicht vor. Zudem würden Fernsehbilder ausgewertet. Wie lange die Untersuchung noch dauern wird und welche Strafe dem Berliner Verein droht, wollte der Sprecher nicht sagen.

Beim Pokalspiel am Samstag waren nach dem Abpfiff 250 bis 300 BFC-Anhänger in den Lauterer Fanblock gestürmt und hatten wild auf FCK-Fans und Polizeibeamte eingeprügelt. Die Berliner Polizei machte Fehler beim Ordnungsdienst des BFC für die Krawalle verantwortlich. Im Berliner Jahn-Sportpark wurden 18 Polizisten verletzt.

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) will zunächst das DFB-Urteil abwarten und anschließend über das weitere Vorgehen beraten. „Der DFB muss die Vorkommnisse bewerten, dann werden wir als Verband nachdenken. Vorher wird nichts passieren“, sagte Verbandssprecher Kevin Langner.

Am Montag hatte sich der BFC Dynamo auf seiner Internetseite für die Randale entschuldigt. „Leider, leider endete ein schönes Spiel mit einer zu 99 Prozent friedlichen Kulisse in einem Alptraum. Was passiert ist, tut uns sehr leid“, schrieb Peter Meyer, Vorsitzender des Wirtschaftsrates des Fünftligisten. Der Club stellte Strafanzeige gegen Unbekannt wegen aller in Betracht kommender Straftatbestände.