Nach der Katastrophe

Keine Eiskunstlauf-WM in Tokio – Ersatzort gesucht

Die Internationale Eislauf-Union sucht nach der Absage Tokios für die Eiskunstlauf-WM nach einem neuen Ort. Bis Dienstagabend läuft die Frist.

Die Eiskunstlauf-WM wird 2011 nicht in Japan, sondern an einem anderen Ort stattfinden. Wie die Internationale Eislauf-Union (ISU) am Montag bekanntgab, verzichtete der japanische Verband angesichts der verheerenden Lage nach dem Erdbeben auf die Ausrichtung der WM zu einem späteren Zeitpunkt und der Team-Trophy im April.

Der Team-Wettbewerb in Yokohama wird um ein Jahr verschoben. Die ISU hat nun Fragebögen an interessierte Verbände verschickt, die bis Dienstagabend definitiv ihr WM-Interesse bekunden müssen. Bisher haben als Ersatzausrichter für das Championat, das eigentlich diese Woche in Tokio stattfinden sollte, Moskau, Helsinki, Lausanne, Turin, Olympia-Bewerber Pyeongchang (Südkorea), Taipeh und die USA Interesse bekundet.

Als Termine kommen die letzte Aprilwoche, die zweite Maiwoche oder die erste Oktoberwoche infrage. Wegen noch geltender TV-Verträge mit den Japanern könnte die ISU zu einem Ausrichter in ähnlicher Zeitzone tendieren. „Ich rechne nun nicht mehr damit, dass die WM noch abgesagt wird“, sagte ISU-Eventkoordinator Peter Krick der Nachrichtenagentur dpa.

Russland will an diesem Dienstag seine Bewerbung bei der ISU einreichen. Die WM solle entweder Mitte April oder nach dem 15. Mai ausgetragen werden, sagte der stellvertretende Sportminister Juri Nagornych nach Angaben der Agentur Interfax. Dadurch werde eine Kollision mit der Eishockey-WM in der Slowakei vom 29. April bis zum 15. Mai vermieden.