++++ Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer kämpfen gemeinsam um in Deutschland geborene Nachwuchsspieler mit Migrationshintergrund . Löw und Sammer wehren sich damit gegen die zunehmend „aggressiven“ Abwerbeversuche des türkischen Fußball-Verbandes. Zuletzt hatte sich Mehmet Ekici vom 1. FC Nürnberg gegen eine Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft entschieden. Nun buhlen die Türken um Innenverteidiger Ömer Toprak vom SC Freiburg. „Ich werde mit dem Spieler ein Gespräch führen und ihm Perspektiven beim DFB aufzeigen. Wir wissen, dass der türkische Verband teilweise aggressiv um junge Spieler wirbt, die in Deutschland zu Hause sind. Wir werden nicht den ganz großen Druck aufbauen, mit ihnen aber offen und ehrlich reden, ohne Versprechungen zu machen“, sagte Löw der "Bild"-Zeitung. Zuvor hatte bereits DFB-Sportdirektor Sammer die Methoden des türkischen Verbandes kritisiert. „Da stellt sich die Frage nach der Moral. Und wenn das auch noch an Spieltagen passiert, auch nach der Seriosität“, sagte Sammer, der aber ebenfalls betonte, die Spieler mit ausländischen Wurzeln nicht unter Druck setzen zu wollen: „Wir kämpfen natürlich um diese Spieler. Aber wir können nicht mit jedem Spieler, der einen Migrationshintergrund hat, jede Woche ein Gespräch führen. Wenn sich ein Spieler anders entscheidet, haben wir das zu akzeptieren“, sagte Sammer. ++++

++++ Der VfL Wolfsburg freut sich auf die Rückkehr von Meistertrainer Felix Magath . Das Wolfsburger Heimspiel gegen den von Magath trainierte FC Schalke 04 ist an diesem Samstag (15.30 Uhr) mit 30000 Zuschauern ausverkauft . Damit verzeichnet der Titelträger von 2009 zum dritten Mal in der laufenden Saison eine volle Volkswagen-Arena. ++++

++++ Wegen eines Großeinsatzes der Polizei bei einem weiteren Castor-Transport ist das für den 12. Dezember angesetzte Drittliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und RW Erfurt auf den 22. Januar (13.30 Uhr) verlegt worden. Die Terminänderung gaben beide Klubs am Freitag mit Hinweis auf den Mangel an Einsatzkräften in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund des Atommüll-Transportes bekannt. ++++

++++ Starke Regenfälle haben in der niederländischen Eredivisie am Freitagabend für einen Spielabbruch gesorgt. Die Begegnung vom 14. Spieltag zwischen Willem II und De Graafschap wurde in der 57. Spielminute von Schiedsrichter Eric Bramhaar wegen Unbespielbarkeit des Platzes beim Stand von 0:0 abgepfiffen. Ob das Spiel an einem anderen Termin fortgesetzt oder ganz neu angesetzt wird, ist bislang nicht bekannt. ++++

++++ Real Madrids Trainer José Mourinho ist wegen einer rüden Schimpfattacke gegen einen Schiedsrichter für zwei Spiele gesperrt worden. Das entschied am Freitag der Disziplinarausschuss des Spanischen Fußballverbandes (RFEF). Der 47-Jährige muss das Auswärtsspiel bei Sporting Gijón sowie die Heimpartie gegen Athletic Bilbao somit von der Tribüne aus verfolgen. „Geh zur Scheiße!“, hatte der Portugiese den Schiedsrichter José Luis Paradas Romero am Mittwoch im Pokalspiel gegen den Drittligisten Real Murcia angefahren. Für die Beleidigung sah er erstmals seit seinem Wechsel nach Madrid die Rote Karte. Der Coach hatte sich mehrfach über die vielen Verwarnungen des Unparteiischen beschwert, der in der Partie sieben gelbe und zwei rote Karten verteilte. Die „Königlichen“ siegten überlegen mit 5:1. Später zeigte sich Mourinho reumütig: „Ich habe es verdient und werde mich bei dem Schiedsrichter entschuldigen, wenn ich ihn das nächste Mal sehe.“ An seiner Kritik hielt er aber fest. ++++

++++ Bayern-Trainer Louis van Gaal hat die Länderspiel-Pausen für Philipp Lahm und Thomas Müller begrüßt. „Ich habe mit den Spielern und Joachim Löw gesprochen.Wir haben das vereinbart“, sagte van Gaal am Freitag in München. „Ich denke, dass beide froh sind.“ Löw habe sich sehr offen gezeigt und auch er sei immer flexibel . Der Bundestrainer hatte den beiden Bayern-Profis für das letzte Länderspiel des WM-Jahres am kommenden Mittwoch in Schweden eine Pause gegönnt. Holger Badstuber und Miroslav Klose waren nach ihren Verletzungen ohnehin nicht nominiert worden. Für das Länderspiel waren aus dem Bayern-Team am Donnerstag nur Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger und Mario Gomez berufen worden. ++++

++++ Der serbische Verband verzichtet auf seinen angekündigten Einspruch gegen das Urteil der Uefa und akzeptiert damit das Strafmaß der Uefa-Disziplinar-Kommission. Nach dem Skandalspiel in der EM-Qualifikation zwischen Italien und Serbien hatte die Uefa das Match nachträglich mit 3:0 für die Gastgeber gewertet. Die Serben müssen zudem ihre kommenden beiden Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Kurz nach Bekanntwerden des Urteils am 29. Oktober hatte der serbische Verbandschef Tomislav Karadzic einen Einspruch angekündigt und gefordert, dass das Spiel wiederholt wird. ++++

++++ Franz Beckenbauer sieht DFB-Boss Theo Zwanziger als seinen legitimen Nachfolger im Exekutivkomitee der FIifa. „Klar ist: Wenn Theo Zwanziger als Präsident des größten Fußballverbandes der Welt kandidiert, wird er auch gewählt. Ich würde mir wünschen, er könnte sich dazu entschließen. Das wäre sicher die beste Lösung für den deutschen Fußball“, sagte der 65-Jährige der "Bild"-Zeitung. Beckenbauer hatte am Donnerstag seinen Rückzug als Mitglied in der „Regierung“ des Weltfußballs unter Vorsitz von Fifa-Präsident Joseph S. Blatter angekündigt. ++++

++++ Italiens Fußball-Profis wollen noch vor Weihnachten in den Streik treten. Die Fußballergewerkschaft (AIC) hat am Freitag den im September ausgesetzten Streik in der Serie A ausgerufen. „Die Spieler werden aus Protest an einem Spieltag nicht auflaufen. Der Termin des Streiks wird am 30. November bekanntgegeben“, teilte die AIC auf Ihrer Internetseite mit. Liga und Fußballer streiten seit Monaten über den neuen Lizenzspielervertrag. Die Klubs wollen in Zukunft Spieler ohne deren Zustimmung transferieren können, sofern den Kickern dabei kein finanzieller Verlust oder sportlicher Abstieg droht. Dies lehnen die Fußballer kategorisch ab. Ein Vermittlungsversuch des italienischen Fußballverbandes (FIGC) war in dieser Woche gescheitert. ++++

++++ Der englische Nationalspieler Frank Lampard vom FC Chelsea fällt für weitere drei Wochen aus . Wie Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti am Freitag mitteilte, zog sich Lampard am Donnerstag im Training eine Adduktorenverletzung zu. Lampard fehlt bereits seit seiner Leistenoperation am 31. August. Der torgefährliche Mittelfeldakteur wollte eigentlich an diesem Wochenende in der Premier League in die Mannschaft des Spitzenreiters zurückkehren. Chelsea empfängt am Sonntag den FC Sunderland. ++++

++++ Der britische Premierminister David Cameron hat sein Erscheinen zur WM-Vergabe 2018 und 2022 durch die Fifa am 2. Dezember in Zürich angekündigt. Mit seiner Präsenz will der Regierungschef die Chancen einer erfolgreichen englischen Bewerbung für das Endrundenturnier 2018 erhöhen. „Der Premierminister möchte der exzellenten englischen Bewerbung seine größtmögliche Unterstützung zukommen lassen“, sagte Camerons Sprecher am Rande des G20-Gipfels in Seoul. Am Donnerstag traf sich Cameron in der britischen Botschaft zu einem halbstündigen Gespräch mit Chung Mong-Joon, Fifa-Vizepräsident und Verbandspräsident von Südkorea. Anschließend wünschte der Brite seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew beim Treffen der wichtigsten Wirtschaftsnationen einen „guten und sauberen Fight“. Kandidaten für 2018 sind England, Russland, sowie die Kandidatenpaare Spanien/Portugal und Belgien/Niederlande. ++++

++++ Der FC Parma hat in der italienischen Serie A den langersehnten Befreiungsschlag geschafft und den ersten Erfolg nach zuletzt neun sieglosen Partien gefeiert. Mit dem 1:0 (0:0) gegen Sampdoria Genua schob sich das Team von Fußball- Trainer Pasquale Marino vom Tabellenende auf Platz 16 vor. Der Bulgare Waleri Bojinow erzielte in der 84. Minute den entscheidenden Treffer des Spiels. ++++

++++ Argentinien hat bei der Auslosung zur Copa America im eigenen Land lösbare Aufgaben erwischt . Der zweimalige Weltmeister trifft in der Vorrundengruppe A des vom 1. bis 24. Juli 2011 stattfindenden Turniers auf Bolivien, Kolumbien und die als Gäste eingeladenen Japaner. Titelverteidiger Brasilien, das fünf der letzten sechs Südamerika-Turniere gewinnen konnte, bekommt es in der Gruppe B mit Paraguay, Ecuador und Venezuela zu tun. In der Gruppe C, die von Peru komplettiert wird, messen sich in Uruguay, Chile und Mexiko, das ebenfalls Gast ist, gleich drei Teilnehmer an der diesjährigen WM. ++++

dpa, sid/fb