Van Gaal geht im Sommer

Der FC Bayern hat diese Saison schon abgehakt

Louis van Gaal ist zwar de facto entlassen, wird aber in den verbleibenden Spielen auf der Bank sitzen und muss so wöchentlich zum Eiertanz antreten.

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Wegen der sportlichen Krise beim FC Bayern München muss Trainer Van Gaal zum Saisonende gehen.

Video: Reuters
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Louis van Gaal ist wie Volksmusik: entweder geliebt oder gehasst. Der störrische Niederländer polarisiert wie kaum ein anderer Trainer in der Bundesliga, und das tut der Branche gut. Das selbst ernannte „Feierbiest“ hat den Laden jedenfalls ordentlich aufgemischt, das steht fest. Doch ab sofort wird er nur noch wie ein waidwundes Tier am Spielfeldrand stehen.

Die Bosse des FC Bayern haben ihm mitgeteilt, dass sein Vertrag vorzeitig beendet wird. Nicht sofort, sondern zum Saisonende. Das ist merkwürdig. Dass in der Krise Trainer gefeuert werden, kommt vor. Doch dann gehen sie sofort, machen Platz für einen Neustart. Van Gaal hingegen ist zwar de facto entlassen, wird aber in den verbleibenden Liga- und Champions-League-Spielen auf der Bank sitzen und muss so wöchentlich zum Eiertanz antreten.

Das sagt zweierlei aus. Erstens: Die Saison ist von Rummenigge und Co. abgehakt worden, denn mit einer „Lame Duck“ als Trainer weiterzumachen, ist traditionell wenig Erfolg versprechend. Zweitens: Es gibt keine Alternativen, weil die Premiumauslage des Trainermarktes während einer Saison leergefegt ist. Dann aber den eigenen Mann derart zu schwächen, ist schlichtweg grob fahrlässig.