Wenn nicht sie, wer dann? Doch nein, am Ende hat auch Werder Bremen mit seinen Individualisten Mesut Özil, Claudio Pizarro, Marko Marin nicht geschafft, was vorher weder Schalke 04, Bayer Leverkusen, Hamburger SV noch Borussia Dortmund gelungen war: den FC Bayern aufzuhalten.

Vom Rest des nationalen Feldes ganz zu schweigen.

Der Rekordmeister und Rekordpokalsieger ist in dieser Saison eine Klasse für sich. Nur logisch, dass der eindrucksvollen Titelsammlung an der Isar Meisterschaft Nummer 22 hinzugefügt wurde. Und Pokaltriumph Nummer 15.

Wer sich in dieser Saison mit den Bayern misst, steht gleich vor mehreren Mysterien. Das eine, vielfach entscheidende, hat wenig Haare auf dem Kopf, aber umso mehr Geschick und Kraft im linken Fuß: Arjen Robben. Ein anderes Rätsel ist Franck Ribery, Robbens noch zu selten kongenialer Partner, der – trotz Tor – auch gestern schwächelte.

Und dann ist da noch der nur vom FC Bayern zu leistende Luxus, Zugänge im zweistelligen Millionenwert zu Statisten auf der Bank zu degradieren (Gomez, Tymoshchuk), während auf dem Rasen die Eigengewächse Thomas Müller, Holger Badstuber oder Diego Contento Ruhm und Ehre herbeikicken.

Mit diesem hierzulande einzigartigen Konglomerat reisen die Münchner nächsten Donnerstag gen Madrid. Zum ultimativen Saisonhöhepunkt. Und zu ihrer Reifeprüfung: dem Champions-League-Finale. Wenn nicht Inter Mailand diese Bayern stoppt – dann niemand mehr!