Ex-Basketballstar Michael Jordan

"Ich bin einfach geschockt"

Luiz Inàcio Lula da Silva, Staatspräsident von Brasilien: „Heute ist ein heiliger Tag für mich. Rio hat gewonnen, weil es Herz und Seele hat und die Einwohner liebenswürdig und großzügig sind.“

Pat Quinn, Gouverneur des US-Bundesstaats Illinois: „Natürlich wünschen wir, dass wir die Spiele bekommen hätten. Aber ganz gewiss gratulieren wir Rio de Janeiro. Sie werden großartige Spiele ausrichten.“

Pat Ryan, Vorsitzende des Chicago-Bewerbungskomitees: „Wir haben Chicago der Welt vorgestellt. Chicago ist heute so viel mehr bekannt und anerkannt und respektiert - überall in der Welt. Die Chicagoer können ihre Häupter hoch tragen. Es tut uns leid, dass wir keinen Sieg nach Hause gebracht haben.“

Thomas Bach, DOSB-Präsident und IOC-Vize: „Die Fußball-WM könnte sich als gutes Sprungbrett für Olympia erweisen. Es war keine Entscheidung gegen jemanden, sondern für ein sich rapide entwickelndes Schwellenland. Es war ein erster Schritt der olympischen Bewegung zur Universalität im Bereich der Gastgeberländer, bei den Athleten haben wir die ja schon lange.“

Michael Vesper, DOSB-Generaldirektor: „Wir freuen uns über die Entscheidung für Rio. Das ist ein historischer und mutiger Beschluss, der auch geopolitische Bedeutung hat. Ich hatte Rio fest auf der Rechnung, aber so einen Ausgang seriös vorherzusagen, ist nicht einmal Insidern möglich. Das waren vier hervorragende Bewerbungen.“

Richard Adam, Geschäftsführer Olympia-Bewerbung München 2018: „Bei Rio ist klar geworden, dass eine Bewerbung nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie eine echte Botschaft hat. Das hatte Rio, und das gilt auch für München. Das ist eine gute Entscheidung für die olympische Bewegung. Ich kann mir vorstellen, wie jetzt an der Copacabana gefeiert wird. Das ist ein Grund, sich mitzufreuen.“

Bernhard Schwank, Geschäftsführer Olympia-Bewerbung München 2018: „Das war ein spannendes Finale. Seit den Präsentationen hat man gemerkt, wie die Spannung gestiegen ist. Es war eine große Überraschung, dass Chicago in der ersten Runde ausgeschieden ist. Damit hat keiner gerechnet. Glückwunsch an Rio, da ist heute an der Copacabana bestimmt eine Menge los. Wir nehmen jetzt viel Schwung mit nach München.“

Walther Tröger, deutsches IOC-Mitglied: „Es war ein hochverdienter Sieg von Rio. Die Abstände haben mich sehr überrascht. Rio hat sehr hart gearbeitet und ich bin sicher, sie werden was draus machen. Das Argument, dass die Spiele noch nie in Südamerika waren, hat sich einfach durchgesetzt. Chicagos klare Niederlage hat mich allerdings schon überrascht.“

Fifa-Präsident und IOC-Mitglied Joseph Blatter: „Eine Superentscheidung. Jetzt kommt Olympia mit Fußball zusammen.“

Spanischer Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero: „So ist Sport. Rio hatte eine tolle Kandidatur, Madrid auch, aber Rio hat gewonnen. Das tut sehr weh.“

Ex-Basketballstar Michael Jordan: „Sie (Präsident Obama und First Lady Michelle Obama) haben einen tollen Job gemacht. Ich habe wirklich gedacht, dass wir es schaffen, ohne Zweifel. Ich kann es nicht glauben, dass sie nicht gewonnen haben. Ich bin einfach geschockt...“

Spaniens Königin Sofía: „Wir sind enttäuscht. Aber wir gratulieren Rio de Janeiro und müssen die herausragende Arbeit der Madrider Kandidatur und die Leistung der Spanier hervorheben.“

Claudia Bokel, deutsches IOC-Mitglied, ehemalig Fechterin: „Es war unglaublich spannend. Die erste Runde hat mich sehr überrascht, das ist eine tolle Chance für Rio. Wir wollen die Universalität, und da muss man auch was wagen.“

US-Präsidentenberater David Axelrod: „Das ist eine Enttäuschung. Es wäre großartig gewesen, die Olympischen Spiele in Chicago zu haben. Der Präsident geht überall hin, wo er etwas für das Land tun kann. Es war es wert, die Zeit für diese Reise zu investieren.“

US-Kongressabgeordnete Jan Schakowsky: „Ich bin total geschockt. Ich wette, eine Anzahl der IOC-Mitglieder ist genauso geschockt. Ich glaube, sie dachten, sie hätten noch eine weitere Gelegenheit, für Chicago zu stimmen. Die Menschen verlassen diesen Ort jetzt so enttäuscht. Das ist ein Dämpfer für den Geist von Chicago, und es tut weh.“