Der Ruf des Geldes

Kevin Kuranyi vor Wechsel zu Dynamo Moskau

Schalkes Stürmer Kevin Kuranyi folgt offenbar dem Ruf des Geldes: Der 29-jährige Ex-Nationalspieler soll sich mit Dynamo Moskau über einen Wechsel zur neuen Saison einig sein. In Russland scheint ein Traumgehalt auf ihn zu warten, sein Sturmpartner wäre ein alter Bekannter aus der Bundesliga.

Schalke-Stürmer Kevin Kuranyi steht offenbar vor einem Wechsel nach Russland. Nach Informationen des „Kicker“ soll der 29-Jährige sich mit Dynamo Moskau einig sein – ein Gerücht, das bereits seit einem Monat durch Gelsenkirchen wabert. Eine sportliche Verbesserung wird er mit diesem Wechsel kaum erreichen. Während Schalke 04 in der Bundesliga noch Chancen auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat und die Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison für die Mannschaft von Trainer Felix Magath gesichert ist, steht Dynamo Moskau in der ersten russischen Liga derzeit auf Tabellenplatz zehn.

Doch offenbar folgt Kuranyi dem Ruf des Geldes. Während Schalke trotz der Mehreinnahmen aus der Königsklasse auf den Euro schauen muss, scheint in Moskau ein Traumgehalt auf Kuranyi zu warten. Die Rede ist von 5,5 Millionen Euro – netto. Sein derzeitiger Arbeitgeber wollte sich am Donnerstag nicht zu dem Transfer äußern und wird es auch bis zum Saisonende nicht tun. Felix Magath hatte die Chance auf einen Verbleib seines Topstürmers (18 Saisontore) zuletzt bereits als gering eingestuft. Das Problem: Kuranyis Vertrag läuft aus, er ist ablösefrei und hat sich mit seinen Treffern in den Fokus anderer Vereine gebracht. Auch Juventus Turin soll Interesse an ihm gehabt haben.

Kuranyis Beraters Roger Wittmann wollte sich zu einer möglichen Unterschrift von Kuranyi in Moskau nicht äußern. „Wenn ich etwas zu Kevins Vertrag zu sagen habe, werde ich das tun. Das ist heute nicht der Fall und wahrscheinlich auch morgen nicht. Da müssen Sie noch ein paar Tage warten.“

Spannend wird es sein, zu sehen, ob der vermeintlich perfekte Wechsel Auswirkungen auf die WM-Teilnahme Kuranyis haben wird. Noch drückt sich Bundestrainer Joachim Löw um eine klare Aussage, ob der den einst Verstoßenen wieder in den Elitekader berufen wird. Die Entscheidung gegen eine hochkarätige sportliche Perspektive wird Löw registriert haben. Klappt der Wechsel, wird Kuranyi in Moskau an der Seite von Andrej Voronin stürmen. Der ehemalige Bundesliga-Spieler (zuletzt Hertha BSC) spielt seit Beginn des Jahres für den russischen Hauptstadtklub.

Als möglicher Nachfolger für Kuranyi auf Schalke gilt der Mainzer Aristide Bance. Er hat allerdings noch bis 2012 Vertrag beim FSV Mainz, strebt aber nach eigener Aussage den Wechsel zu einem Spitzenklub an. Mit dem Kaiserslauterer Erik Jendrisek (23) wurde am Donnerstag bereits ein möglicher Nachfolger verpflichtet. Der Slowake, der in der laufenden Saison 14 Tore für den Bundesliga-Aufsteiger erzielte, erhält einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2013.