Ungeschlagen ist Pohl mit ihrer Partnerin Okka Rau ins Achtelfinale des mit 300 000 Dollar dotierten Grand-Slam-Turniers in Berlin eingezogen. Zufrieden resümiert sie: "Die zwei Tage waren super erfolgreich. Die ersten beiden Spiele waren zwar keine Pflichtsiege, aber da haben wir schon gehofft, dass wir gewinnen." Doch auch gegen die an Nummer drei gesetzten US-Amerikanerinnen Nicole Branagh und Elaine Youngs gelang ein überzeugender Zwei-Satz-Erfolg: "In der Partie um den Gruppensieg war klar, dass wir besonders gut spielen müssen und das ist uns taktisch bestens gelungen. Wir waren super flexibel."

Goller/Ludwig sieglos ausgeschieden

Nicht ganz so super wie für Pohl/Rau lief es für die anderen drei deutschen Frauen-Paare. Sara Goller und Laura Ludwig (Hertha BSC), national derzeit die Nummer eins, schieden sieglos aus, ebenso Hella Jurich und Rieke Brink-Abeler (Münster). Letztere musste wegen einer Rückenverletzung aufgeben. Das vierte Duo, Heike Claasen und Antje Röder (VC Olympia), gewann zumindest ein Vorrunden-Spiel und qualifizierte sich so für die Zwischenrunde.

Besser als die deutschen Frauen machten es die Männer. So setzten sich Jonas Reckermann und Mischa Urbatzka (Köln) in zwei Sätzen gegen die Franzosen Guilherm Deulofeu/Yannick Salvetti durch, mussten aber vor allem im zweiten Satz hart kämpfen.

Ein fulminanter Block von Reckermann sicherte das 21:18 und 25:23. Es war der zweite Sieg im zweiten Spiel für die beiden. Urbatzka blickt bereits auf den nächsten Gegner: "Wir haben jetzt eine gute Ausgangssituation, zumal es jetzt gegen die Nummer eins in unserer Gruppe geht: Ricardo und Emanuel. Aber im Beachvolleyball ist das so eng, da können auch die Brasilianer mal verlieren, vor allem, wenn wir einen guten Tag haben."

Neben Reckermann/Urbatzka sind auch die anderen Männer gut ins Turnier gestartet. Die in Berlin an Nummer zwei gesetzten Mitfavoriten Julius Brink und Christoph Dieckmann (VC Olympia) sowie David Klemperer und Eric Koreng (Essen) stehen nach jeweils zwei Siegen vor dem Achtelfinal-Einzug.

Den haben Pohl/Rau durch ihren Vorrundensieg bereits sicher, und damit auch mindestens Platz neun sowie 8000 Dollar Preisgeld. In der Runde der letzten 16 Teams trifft das deutsche Duo heute auf Milagros Crespo und Imara Esteves Ribalta aus Kuba.

Pohl gibt das Ziel für dieses Spiel sowie das restliche Turnier aus: "Wenn wir weiter so gut spielen wie in der Vorrunde, sollte hier ein fünfter Platz möglich sein." Damit wäre sie zufrieden, betont Pohl. Auch im Frauen-Beachvolleyball geht es eng zu.