Morgenpost Online: Herr Mackeben, 2008 waren die Finalduelle oft am Rande der Fairness. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in diese Serie?
Sören Mackeben: Ich habe das damals als nicht so schlimm empfunden. Ich erwarte einen harten, aber fairen sportlichen Kampf.
Morgenpost Online: Lässt die Motivation nach so vielen Erfolgen nicht irgendwann nach?
Mackeben: Nein, denn die Motivation ziehe ich nicht aus der Möglichkeit, Titel zu gewinnen. Ich spiele Wasserball in erster Linie, um Sport auf hohem Niveau zu betreiben. Wenn man ehrlich ist, ist das bei den Spielen in der Bundesliga nicht immer der Fall. Deswegen freue ich mich auf Duisburg: Sie werden uns fordern und an die Grenzen bringen.
Morgenpost Online: Die Wasserballer beklagen sich immer wieder über das fehlende mediale Interesse. Die Wasserfreunde haben in dieser Bundesliga-Saison alle 34 Spiele gewonnen und sich auch im Pokal keine Blöße gegeben. Spannend ist das nicht.
Mackeben: Wir können ja jetzt nicht absichtlich Spiele verlieren und die Meisterschaft herschenken. Es ist nun mal so, dass in Deutschland sportliche Leistung nicht immer mit der medialen Aufmerksamkeit übereinstimmt. Wir haben uns lange genug Dinge einfallen lassen, um dies zu ändern, erfolgreich war nichts davon. Irgendwann reicht es auch.
Morgenpost Online: Sollte Spandau heute sowie beide Spiele am Wochenende im Forumbad gewinnen, hätten Sie national alle Saisonspiele gewonnen...
Mackeben: Das wäre schon toll - eine perfekte Saison. Es wäre ein guter Schlussstrich unter die Spielzeit, außerdem hat von uns auch keiner Lust, in der kommenden Woche noch einmal nach Duisburg zu fahren.





