Der VfL Wolfsburg hat seine Tabellenführung in der Bundesliga verteidigt. Die Wölfe kamen gegen Bayer Leverkusen zu einem umkämpften 2:1 und liegen mit 57 Zählern weiter drei Punkte vor dem FC Bayern München, der am 28. Spieltag bei Arminia Bielefeld mit 1:0 gewann.
Zumindest für einen Tag sprang der VfB Stuttgart (51) am Samstag durch das 3:0 beim 1. FC Köln auf Rang drei. Der Tabellen-16. Borussia Mönchengladbach verlor mit 1:4 bei Eintracht Frankfurt, für Schlusslicht Karlsruher SC sieht die Lage nach dem 2:2 gegen 1899 Hoffenheim noch prekärer aus.
Dagegen darf Borussia Dortmund dank des 2:0 beim VfL Bochum weiter auf die internationalen Plätze schielen.
Wolfsburg stellte mit dem 2:1 gegen Leverkusen die Bestmarke von Mönchengladbach aus dem Jahr 1987 von zehn Saison-Siegen in Serie ein und steuert dem ersten Meistertitel entgegen. Toptorjäger Grafite verwandelte einen an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter zum 1:0 (23.). Dann schien ausgerechnet der von den Münchnern ausgeliehene Toni Kroos (53.) den „Wölfen“ mit seinem Pieke-Schuss den Nachmittag zu verderben. Da aber Grafite (85.) seinen 22. Saisontreffer nachlegte, kam der VfL doch noch zu dem umkämpften Sieg.
Eine Stunde musste Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann in Ostwestfalen um den fest eingeplanten Dreier zittern, dann brach Luca Toni (64.) mit seinem Kopfballtreffer den Bann. Danach vergaben die ohne Lukas Podolski und Zé Roberto angetretenen Bayern weitere Chancen, bleiben aber nach dem 1:0 dennoch an Wolfsburg dran.
Mit einem Erfolg in Köln sprang Stuttgart zumindest für 26 Stunden auf den dritten Platz. Nationalstürmer Mario Gomez (16./55./71.) schoss die Gäste mit seinen Saisontreffern 16 bis 18 zum sechsten Auswärtssieg, mit dem der VfB Anschluss an das Spitzenduo wahrte.
Wieder kein Sieg für Hoffenheim
Für Mönchengladbach wird es im Keller derweil immer enger. Die 1:4-Pleite in Frankfurt war für die Borussen bereits das vierte sieglose Spiel nacheinander. Alexander Meier per Kopf (40.), Nikos Liberopoulos (47.), Marco Russ (80.) und Michael Fink (88.) trafen für die Hausherren, die nun neun Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge haben. Das Tor für die Borussia erzielte Filip Daems (75.) per Foulelfmeter. Zehn Minuten zuvor hatte Eintracht-Keeper Markus Pröll einen Strafstoß von Michael Bradley pariert.
„Wir haben die Möglichkeit verpasst, mit einem Punktgewinn etwas für unser Selbstvertrauen zu tun. Einige meiner Spieler haben heute nicht so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Das Resultat und unsere Leistung tragen nicht dazu bei, dass der Kampf gegen den Abstieg für uns leichter wird", stellte Borussen Trainer Hans Meyer fest.
Im Duell der beiden schwächsten Rückrundenteams trennten sich der KSC und Hoffenheim in einem packenden Derby mit 2:2. Nachdem Sejad Salihovic (28.) für den abgestürzten Herbstmeister getroffen hatte, sorgte Sebastian Freis (33.) für das Ende der Karlsruher Torflaute von 752 Minuten.
Ausgleich durch Federico
Im zweiten Durchgang brachte Selim Teber (48.) 1899 abermals in Front, durch Giovanni Federico (65.) glich der Tabellenletzte erneut aus. Dennoch muss der KSC allmählich mit dem Sturz in die Zweitklassigkeit planen. Hoffenheims Luiz Gustavo flog in der Schlussphase noch vom Platz.
„In den ersten 30 Minuten hat man gemerkt, dass wir unter einem gewaltigen Druck stehen. Aber meine Mannschaft hat nach zweimaligem Rückstand Moral und Leidenschaft gezeigt und ist ans Limit gegangen" meinte KSC-Coach Edmund Becker. 1899-Trainer Ralf Rangnick: „Es war ein sehr spannendes Derby mit hoher Intensität. Kämpferisch und läuferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wenn man zweimal führt, ist man allerdings etwas traurig, wenn man am Ende nicht gewinnt.“
Im kleinen Revier-Derby in Bochum kam der BVB mit dem 2:0 zu seinem vierten Sieg in Serie. In seinem 100. Bundesligaspiel traf Patrick Owomoyela zum 1:0 (11.), seinem ersten Liga-Tor seit Februar 2005. Nelson Valdez (54.) beseitigte alle Zweifel am Coup der Borussen, die weiter im Kampf um die internationalen Plätze mitmischen. „Es war ein spektakuläres Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gespielt und in der zweiten Halbzeit nach dem Traumtor von Nelson Valdez alles klar gemacht. Wir sind glücklich, aber bewerten den Sieg nicht über“, sagte BVB-Coach Jürgen Klopp.
dpa/fb




